Ver.di-Warnstreik im Nahverkehr: Busse und Bahnen fahren wieder

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Die bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr  sind nach einem Tag beendet worden. In der Nacht zum Dienstag endeten die Arbeitskampfmaßnahmen, wie ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di sagte.

Der Betrieb gehe wieder ganz normal los, hieß es etwa auch bei den Kölner Verkehrs-Betrieben KVB zum Warnstreikende. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) berichteten, die Beschäftigten hätten die Arbeit wieder aufgenommen. »Inzwischen sind die gelben Busse und Bahnen in Berlin wie gewohnt unterwegs«, so das Unternehmen.

Damit die Oberleitungen bei der frostigen Witterung nicht vereisen, waren in Berlin am Montag trotz Warnstreiks einzelne Straßenbahnen unterwegs – allerdings ohne Fahrgäste. »Dank der vereinbarten ›Enteisungsfahrten‹ am Streiktag konnte auch der Straßenbahnverkehr auf allen Linien aufgenommen werden«, teilte die BVG mit.

Neue Warnstreiks an Schulen in NRW

Ver.di wollte mit dem Ausstand in der aktuellen Tarifrunde für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben Druck auf die Arbeitgeber machen.

In allen Bundesländern außer in Niedersachsen waren am Montag Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen von kommunalen Verkehrsbetrieben häufig im Depot geblieben. Mit Beginn der Frühschicht um 3 Uhr hatten Beschäftigte von kommunalen Verkehrsbetrieben die Arbeit niedergelegt. Millionen Menschen waren betroffen.

In den seit November laufenden Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Ver.di deutlich bessere Arbeitsbedingungen,

  • etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten,

  • Verlängerung der Ruhezeiten

  • sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

Die Verkehrsbetriebe kritisierten den Streik am Montag als »unverhältnismäßige Eskalation in den gerade erst begonnenen Tarifverhandlungen«.

Nach dem Warnstreik ist zumindest in Nordrhein-Westfalen jedoch auch vor dem Warnstreik: In Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Konflikt mit der Tarifgemeinschaft der Länder für Mittwoch (4. Februar) zu Warnstreiks an etlichen Schulen in den Regierungsbezirken Arnsberg und Düsseldorf aufgerufen. Für Donnerstag (5. Februar) plant die GEW Warnstreiks an Schulen in den Regierungsbezirken Detmold und Münster.

Die Gewerkschaft Ver.di wiederum hat für Mittwoch (4. Februar) Beschäftigte an sechs Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster zu Warnstreiks aufgerufen. Auch an vielen Hochschulen sind Warnstreiks geplant.

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