USA und Indien: Donald Trump verkündet Ende von indischen Ölimporten aus Russland

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Indien werde kein russisches Öl mehr beziehen, teilte der US-Präsident mit. Indiens Premier bestätigt das nicht. Gleichwohl senken die USA und Indien gegenseitig Zölle.

Aktualisiert am 2. Februar 2026, 19:58 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, Reuters, AP, dpa,

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Indien will nach Angaben von US-Präsident Donald Trump künftig auf Erdölimporte aus Russland verzichten. Der indische Regierungschef Narendra Modi habe ihm in einem Telefonat zugesagt, stattdessen Öl aus den USA und womöglich aus Venezuela zu kaufen, schrieb Trump auf seiner Plattform. 

Wohl angesichts dessen plant Trump nach eigenen Angaben eine Senkung der Zölle auf Güter aus Indien von derzeit 25 auf 18 Prozent. Das sehe eine Handelseinigung vor, die mit "sofortiger Wirkung" in Kraft trete. Im Gegenzug werde Indien damit beginnen, seine Zölle auf US-Waren auf Null zu setzen, teilte Trump mit. 

Modi habe sich laut Trump zudem verpflichtet, US-Produkte aus den Bereichen Energie, ⁠Technologie und Landwirtschaft sowie weitere ⁠Waren im Wert von mehr als 500 Milliarden ‌Dollar zu kaufen.

Modi bestätigte Importstopp nicht

Der US-Präsident hatte allerdings bereits im Oktober verkündet, Modi habe ihm versichert, dass sein Land kein Öl mehr aus Russland kaufen werde. Indien zeigte sich damals zu höheren Energieimporten aus den USA bereit, ließ aber offen, ob es seine umstrittenen Öleinfuhren aus Russland stoppen wird. 

Auch dieses Mal äußerte sich der indische Premierminister auf der Plattform X zwar erleichtert, dass die Zölle sinken sollen, ließ aber erneut im Unklaren, ob Indien tatsächlich kein Öl mehr aus Russland beziehen wird. "Ich freue mich, dass Produkte 'Made in India' nun mit einem reduzierten Zollsatz von 18 Prozent belegt werden", schrieb Modi im Onlinedienst X. Er danke Trump "im Namen der 1,4 Milliarden Menschen in Indien für diese wunderbare Ankündigung". Auch zu den Investitionen in den USA äußerte sich Modi nicht.

Indien zweitgrößter Importeur von russischem Öl

Trump hatte Produkte aus Indien im April des vergangenen Jahres mit einem allgemeinen Importzoll von 25 Prozent belegt. Wegen der anhaltenden indischen Ölimporte aus Russland verdoppelte der US-Präsident den Satz im August für die meisten indischen Produkte sogar auf 50 Prozent. Dieser Strafzoll ist nach Angaben aus dem Weißen Haus mit der Einigung nun ebenfalls hinfällig, sodass ein allgemeiner Aufschlag von 18 Prozent greift.

Nach China galt Indien bisher als größter Ölkunde Russlands. Seit dem Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 war der Anteil russischen Öls an den indischen Importen von zwei auf fast 36 Prozent im Jahr 2024 gestiegen.

Die Ankündigung erfolgte nur einige Tage nach der Erklärung Indiens und der EU, dass sie ihre Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen abgeschlossen hätten. Das wurde auch vor dem Hintergrund der aggressiven Handels- und Zollpolitik Trumps als geopolitisch bedeutsamer Schritt gewertet.

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