USA: Trump will Washingtons Kennedy Center zwei Jahre lang schließen

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Erst fügte der US-Präsident dem Kennedy Center seinen eigenen Namen hinzu. Jetzt will er das Kulturhaus schließen, um es nach seinen Wünschen umzugestalten.

2. Februar 2026, 2:17 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP,

 Das Kennedy Center in Washinton, D.C. soll für rund zwei Jahre schließen.
Das Kennedy Center in Washinton, D.C. soll für rund zwei Jahre schließen. © Kevin Wolf/​AP/​dpa

US-Präsident Donald Trump will das Kennedy Center für darstellende Künste in Washington, D. C. für Renovierungsarbeiten schließen lassen. Das Kulturzentrum im Herzen der US-Hauptstadt soll im Juli für rund zwei Jahre schließen, kündigte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social an. 

So soll ein "müdes, kaputtes und heruntergekommenes Center – eines, das seit vielen Jahren sowohl finanziell als auch baulich in schlechtem Zustand ist – in eine Weltklasse-Bastion für Kunst, Musik und Unterhaltung" verwandelt werden, schrieb Trump in den sozialen Medien.

Künstler sagen aus Protest Auftritte ab

In dem prunkvollen Bau des Kennedy Centers am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Haus wurde nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt. Im Dezember wurde das Kennedy Center umbenannt in The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts. Das hatte zu Protest geführt: Mehrere Künstlerinnen und Gruppen sagten ihre Auftritte ab. 

Zuletzt tat dies der Komponist Philip Glass, der ankündigte, seine 15. Sinfonie Lincoln zurückzuziehen, da die heutigen Werte des Zentrums seiner Ansicht nach in "direktem Konflikt" mit der Botschaft des Werks stünden. Bereits Anfang Januar teilte die Washington National Opera mit, ihre Aufführungen vom Kennedy Center zu verlegen.

Trump hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt mehrere Mitglieder des Kuratoriums des Kennedy Centers entlassen, selbst den Vorsitz übernommen und den früheren US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, zum Präsidenten gemacht.

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