Ukraine-Krieg: Minus 20 Grad – und Russland attackiert wieder ukrainische Kraftwerke

vor 22 Stunden 1

Die russische Armee hat nach einer begrenzten Feuerpause auf die ukrainische Energieinfrastruktur offenbar wieder Kraftwerke attackiert. Damit endete wohl eine zwischen dem Kreml und dem Weißen Haus vereinbarte Unterbrechung, in der solche Attacken unterbleiben sollten.

In der Nacht flog das russische Militär offenbar den größten Angriff seit Jahresbeginn. Dieser traf vor allem die ukrainische Hauptstadt Kyjiw und die zweitgrößte Stadt Charkiw.

Medienbericht: Angriffe auf Wärmekraftwerke

In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass Kremlchef Wladimir Putin auf seine Bitte zugesagt habe, die Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine für eine Woche zu pausieren. Moskau bestätigte dies zunächst, allerdings war diese Pause nach Angaben des Kreml bis zum vergangenen Sonntag geplant.

Später hieß es, es seien mehrere Wohngebäude in Kyjiw getroffen worden. Zudem sei ein Kindergarten in Brand geraten, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Zwei Menschen seien bei den Angriffen verletzt worden.

Die Großstadt Charkiw im Osten des Landes wurde in der Nacht nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow von mindestens zwei Raketen getroffen. Zudem habe es einen »Massenangriff« mit Kampfdrohnen gegeben. Auch Gouverneur Oleh Synjehubow berichtete von russischen Angriffen, in deren Verlauf mindestens ein Mensch verletzt wurde.

Russland führt seit vier Jahren Krieg in der Ukraine. Systematisch hat das russische Militär dabei auch Kraft- und Umspannwerke außer Gefecht gesetzt. Die Ukraine ist in diesem Winter damit in die schwerste Energiekrise seit Kriegsbeginn geraten – bei starkem Frost. Derzeit herrschen in Kyjiw Temperaturen um minus 20 Grad.

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