Saudi-Arabien: Karim Benzema wechselt für Rekordsumme, Cristiano Ronaldo streikt beleidigt

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Zahlreiche Fußballgrößen kicken im Herbst ihrer Karriere für reichlich Geld im Nahen Osten. Zwei von ihnen sorgen nun für Schlagzeilen, wenn auch nicht direkt auf dem Platz. Stürmerstar Karim Benzema wechselt nach einem Streit mit seinem bisherigen Klub Al-Ittihad innerhalb der saudi-arabischen Liga zu Tabellenführer Al-Hilal. Das gab der Spitzenreiter aus der Hauptstadt Riad bekannt.

Zuvor war es zwischen dem Ballon-d'Or-Gewinner von 2022 und Al-Ittihad in den Verhandlungen um einen neuen Vertrag zu Differenzen gekommen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Beide Vereine gehören mehrheitlich dem saudischen Staatsfonds PIF.

Bei Al-Hilal, wo er künftig unter anderem mit Theo Hernández und Darwin Núnez zusammenspielt, erhielt Benzema einen Vertrag über eineinhalb Jahre. Der fünfmalige Champions-League-Sieger war 2023 nach Saudi-Arabien gewechselt, in 83 Spielen für Al-Ittihad erzielte der inzwischen 38-Jährige 54 Treffer.

Trotz einer Restvertragslaufzeit von einem halben Jahr soll Al-Hilal laut Medienberichten 25 Millionen Euro für Benzema an Al-Ittihad zahlen. Teurer war noch kein Spieler, der 36 Jahre oder älter ist. Der vorige Rekord lag bei 17 Millionen Euro, die Manchester United für den damals 36-jährigen Cristiano Ronaldo an Juventus Turin überwiesen hatte.

Ronaldo setzt frustriert aus

Eben jener Ronaldo ist bei seinem Klub Al-Nassr offenbar höchst unzufrieden. Dies berichtete die portugiesische Zeitung »A Bola« am Montag. Demnach ist der Fußballstar mit dem Management des Saudi Arabian Public Investment Funds PIF unzufrieden.

Im Spiel gegen Al-Riyadh fehlte Ronaldo. Saudische Medien hatten berichtet, dass der 40-Jährige für das Duell mit dem Meister Al-Ittihad am kommenden Freitag geschont werde. Nach Informationen von A Bola hingegen sei Ronaldo der Auffassung, dass andere Klubs, die ebenfalls vom PIF geführt werden, bevorteilt würden. Der Star-Stürmer beklagt dabei vor allem die mangelnden Investitionen in seinen Klub.

Al-Nassr holte in der bisherigen Wintertransferphase nur Haydeer Abdulkareem aus dem Irak. Die direkte Konkurrenz war deutlich aktiver. Im Ligavergleich hat Al-Nassr (133 Millionen Euro) hinter Al-Ittihad (141 Millionen Euro) und Al-Hilal (190 Millionen Euro) den dritthöchsten Kaderwert.

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