Proteste im Iran: Großbritannien legt weitere Sanktionen gegen den Iran fest

vor 1 Tag 1

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

Großbritannien ergreift neue Maßnahmen gegen Beamte im Iran. Unter anderem belegt es den Innenminister wegen der Niederschlagung der Proteste in dem Land mit Sanktionen.

Aktualisiert am 2. Februar 2026, 20:22 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP,

1 Kommentare
 Zu den Betroffenen neuer Sanktionen Großbritanniens gegen den Iran gehört auch Innenminister Eskandar Momeni.
Zu den Betroffenen neuer Sanktionen Großbritanniens gegen den Iran gehört auch Innenminister Eskandar Momeni. © Iranian Presidency/​ZUMAPRESS.com/​dpa

Angesichts der gewaltsamen Niederschlagung regierungskritischer Proteste im Iran hat auch Großbritannien neue Sanktionen gegen den Iran erlassen. Das Vereinigte Königreich habe Strafmaßnahmen gegen zehn iranische Verantwortungsträger verhängt, unter ihnen Innenminister Eskandar Momeni, teilte das britische Außenministerium mit. 

Die Betroffenen werden demnach für ihre Rolle bei dem gewaltsamen Vorgehen gegen die Demonstranten bestraft. Unter anderem sehen die Sanktionen das Einfrieren von möglichen Vermögenswerten in Großbritannien und Einreiseverbote vor. Zu den betroffenen Verantwortungsträgern gehören Polizeichefs, Offiziere der Revolutionsgarden und Richter.

USA und EU verhängen ebenfalls Sanktionen gegen Momeni

Außenministerin Yvette Cooper sprach von "extremen Mut", den die Demonstrierenden im Iran in den vergangenen Wochen angesichts der gegen sie angewendeten "Brutalität und Repression" gezeigt hätten. Vor Großbritannien hatten bereits die USA und die EU ihre Sanktionen ausgeweitet. Momeni war bereits von beiden sanktioniert worden. Die EU stufte zudem die iranischen Revolutionsgarden offiziell als Terrororganisation ein.

Bei den Protesten im Iran, die Ende Dezember begonnen hatten, hatten iranische Einsatzkräfte gewaltsam tausende Menschen getötet. Schätzungen gehen teilweise von bis zu 25.000 Toten aus. Im Ausland ansässige Nichtregierungsorganisationen werfen den iranischen Einsatzkräften vor, absichtlich auf Demonstranten gezielt zu haben.

Gesamten Artikel lesen