Monica Lierhaus spricht über Hirn-OP: »Ich war wie eine lebende Leiche«

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Die langjährige »Sportschau«-Moderatorin Monica Lierhaus, 55, hat in einem Podcast ausführlich über ihre Gehirnoperation im Januar 2009 und die Folgen gesprochen. »Ich konnte gar nichts«, sagte sie im Podcast »Wie geht’s?« mit Robin Gosens.

Ein Hirnaneurysma, das durch die Operation entfernt werden sollte, war während des Eingriffs geplatzt. Daraufhin erlitt Lierhaus schwere Hirnblutungen. Ihrer Familie sei damals gesagt worden, sich von ihr zu verabschieden, sagte die Journalistin nun.

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Nach der Operation lag Lierhaus vier Monate lang im künstlichen Koma. »Ich war wie eine lebende Leiche«, sagte sie nun . Es folgten acht Monate Reha, um die beeinträchtigte Sprech- und Bewegungsfähigkeit zu trainieren. »Man fühlt sich erst mal gefangen in einem Körper, der nicht mehr funktioniert«, sagte sie über ihre Reha-Zeit. Ihr sei aber relativ schnell klar gewesen, sie wolle da raus, sie müsse sich da rauskämpfen. »Ich wollte auf meinen eigenen Beinen aus der Reha rausgehen, was ich auch geschafft habe.«

Die Zeit nach der langen Reha beschrieb Lierhaus als fürchterlich: »Ich bin angeglotzt worden, ich bin angeguckt worden, als ob ich ein Monster wäre. Es war eine Katastrophe.« Sie sei von Paparazzi belagert worden. Deswegen habe sie sich dann auch zu dem ersten öffentlichen Auftritt bei der Goldenen Kamera 2011 entschlossen, sagte Lierhaus: Sie habe sich zeigen wollen – »So bin ich jetzt. Nehmt mich oder lasst es.«

Moderatorenduo Monica Lierhaus und Marcel Reif (im August 2003)

Moderatorenduo Monica Lierhaus und Marcel Reif (im August 2003)

Foto:

Andreas Rentz/ Bongarts/Getty Images

Mit Einschränkungen muss Lierhaus nach eigener Aussage weiter leben. Bei Treppen ohne Geländer sei sie aufgeschmissen. »Mein Gleichgewichtssinn ist so stark geschädigt, dass ich keine Treppen ohne Geländer gehen kann. Und wenn da eine Treppe ist, kein Geländer, dann Feierabend, kann ich nicht ran.« Der Gleichgewichtssinn werde nicht wiederkommen, so Lierhaus.

So richtig akzeptiert habe sie bis heute nicht, dass sie nicht mehr das Leben wie vor der OP führen könne, sagte Lierhaus. Aber sie sei wahnsinnig dankbar für die Arbeit. »Wenn ich arbeiten darf, bin ich glücklich. Vor allen Dingen bin ich dann auch schmerzfrei.«

Von 2004 bis 2009 moderierte Lierhaus die ARD-»Sportschau«. Sie war zudem von März 2011 bis Dezember 2013 Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie. Die angebliche Höhe des Honorars für Lierhaus führte zu Kritik und Kündigungen der Abonnements der Soziallotterie (mehr dazu hier). In den vergangenen Jahren arbeitete Lierhaus unter anderem für den Pay-TV-Sender Sky, seit 2023 ist sie im Sportteam von »RTL Aktuell«.

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