Krieg gegen die Ukraine: Ukraine meldet zwölf Tote bei Drohnenangriff auf Bergarbeiter

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- Reuters was not able to independently verify the location and date of the footage. 

- Dnipropetrovsk governor said that 12 people were killed and 7 wounded after a Russian drone struck near a bus in the Dnipropetrovsk region on Sunday (February 1).
© STATE EMERGENCY SERVICE OF UKRAINE IN DNIPROPETROVSK REGION/​Reuters

Bei einem Angriff auf einen Bus sind nach neuesten Angaben zwölf Männer getötet worden. Auch eine Geburtsklinik wurde attackiert. Das Liveblog

Aktualisiert am 1. Februar 2026, 22:17 Uhr

Sven Crefeld

Selenskyj nennt Angriff auf Bus "exemplarisches Verbrechen"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den russischen Angriff auf einen mit Bergarbeitern besetzten Bus in der Region Dnipropetrowsk als ein "exemplarisches Verbrechen" bezeichnet. Die Drohnenattacke zeige, dass Russland für die Eskalation verantwortlich sei. "Das Böse muss ein Ende finden", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

Bei dem russischen Drohnenangriff wurden nach neuesten offiziellen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet. Weitere 16 Personen seien verletzt worden, neun von ihnen schwer, teilte die Minenleitung DTEK auf Telegram mit. Ursprünglich hatte DTEK von 15 Todesopfern gesprochen.

Nach ersten Berichten ukrainischer Medien traf eine russische Kampfdrohne einen mit Grubenarbeitern besetzten Bus. Die Kumpel waren nach Angaben von DTEK nach dem Schichtwechsel auf dem Heimweg. Weitere Drohnen schlugen auf dem Gelände des Kohle-Bergbaus ein.

Marlena Wessollek

SpaceX leitet Maßnahmen gegen Russlands Zugang zu Starlink ein 

Der amerikanische Raumfahrtkonzern SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk hat Russlands Zugang zur Satellitenverbindung Starlink erschwert. Es seien mit SpaceX gemeinsame Schritte unternommen worden, die zu schnellen Ergebnissen im Kampf gegen russische Drohnen geführt hätten, teilte der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf Telegram mit. Die ersten Maßnahmen zeigten bereits Wirkung, schrieb er auf X. "Es scheint, dass die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu verhindern, funktioniert haben", teilte auch Musk mit.

Angesichts von Berichten über russische Drohnen mit Starlink-Satellitenverbindung hatte das ukrainische Verteidigungsministerium den Konzern kontaktiert. Russland hatte sich laut der Ukraine über Drittländer die Ausrüstung für den Zugang zu der von SpaceX bereitgestellten Internetverbindung beschafft und diese in eigene Kampfdrohnen eingebaut. Dadurch wurden die Drohnen immun gegen ukrainische Flugabwehrsysteme.

Dies werde sich nun mit einer neuen Form der Verifizierung der Nutzer ändern, kündigte Fedorow an. Nicht verifizierte Terminals würden deaktiviert.

Sven Crefeld

Ukraine meldet 15 Tote bei Angriff auf einen Bus mit Bergarbeitern

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Dnipropetrowsk sind offenbar 15 Menschen getötet worden. Laut einer Mitteilung des ukrainischen Energieunternehmens DTEK und staatlicher Behörden habe es außerdem sieben Verletzte gegeben. Bei den Getöteten und Verwundeten handelt es sich demzufolge um Bergarbeiter. DTEK veröffentlichte in seiner Mitteilung auf X ein Foto, das einen zum Teil zerstörten Bus zeigt.

DTEK sprach von einem "massiven Terrorangriff" Russlands auf eine Kohlengrube in der Stadt Terniwka, etwa 100 Kilometer von Dnipro entfernt. Alle getöteten und verletzten Männer seien Beschäftigte des Unternehmens, die von einer Schicht zurückgekehrt seien. Der Bus, der diese Arbeiter transportieren sollte, sei von einer russischen Drohne getroffen worden.

Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal warf Russland auf Telegram einen "zynischen und gezielten Angriff auf Beschäftigte des Energiesektors" vor. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Sven Crefeld

Ukraine meldet Drohnenangriff auf eine Klinik

Bei russischen Angriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach Behördenangaben mindestens neun Menschen verletzt worden. Militärgouverneur Iwan Fedorow meldete, dass eine Geburtsklinik von einer Drohne getroffen worden sei und es sechs Verletzte gebe, darunter zwei Frauen, die dort zu einer Untersuchung gewesen seien. Fedorow veröffentlichte Fotos von einem verwüsteten Gebäude. Bei einem zweiten Drohnenschlag seien zwei Frauen und ein vier Jahre altes Kind verletzt worden, teilte der Militärgouverneur mit.

Iven Fenker

Gespräche zwischen Russland und Ukraine verschoben

Die Gespräche zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein mögliches Kriegsende sind auf kommenden Mittwoch verschoben worden. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Die direkten Verhandlungen zwischen Vertretern der USA, Russlands und der Ukraine waren ursprünglich für diesen Sonntag geplant gewesen.

"Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest: 4. und 5. Februar in Abu Dhabi."

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine

Omid Rezaee

Selenskyj wirft Russland gezielte Angriffe auf ukrainische Logistik vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, systematisch die Logistik und die Verbindungen zwischen Städten und Gemeinden in der Ukraine anzugreifen. In der vergangenen Woche habe das russische Militär dabei mehr als 980 Angriffsdrohnen, fast 1.100 lenkbare Fliegerbomben sowie zwei Raketen eingesetzt, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.

Die Zahlen zeigten, wie anhaltend und groß der militärische Druck sei, schrieb Selenskyj. Der Schutz des ukrainischen Luftraums bleibe deshalb weiter von zentraler Bedeutung

Christina Felschen

Russische Armee nimmt Dorf bei Pokrowsk ein

Sowohl östlich als auch nordwestlich der umkämpften Industriestadt Pokrowsk sind russische Einheiten weiter vorgedrungen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Geolokalisierte Aufnahmen zeigen, dass sie dabei das Dorf Balahan besetzten. Zudem rückten sie in der Innenstadt von Myrnohrad und entlang einer Autobahn vor. Mindestens zwei weitere russische Angriffe um Pokrowsk herum wurden nach ukrainischen Angaben jedoch zurückgeschlagen – offenbar unter hohen Verlusten für die Angreifer.

Heftige Kämpfe gab es laut dem ISW auch nördlich der Stadt Huljajpole im Osten der Region Saporischschja. Dort rückten russische Truppen an zwei Stellen vor.

Erfahren Sie hier mehr über den aktuellen Frontverlauf: 

Iven Fenker

Zwei Tote bei russischen Drohnenangriffen

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro sind nach Angaben ukrainischer Behörden zwei Menschen getötet worden. Laut Militärgouverneur Olexander Hanscha brach dabei ein Feuer aus. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude beschädigt worden.

Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, dabei habe es mehr als zehn Einschläge gegeben. Neue Meldungen über russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gab es hingegen zunächst nicht.

Mathis Gann

Ukrainische und russische Unterhändler setzen Verhandlungen in Abu Dhabi fort

Vertreter der Ukraine und Russlands wollen heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu direkten Gesprächen zusammenkommen. Dabei sollen die vor einer Woche begonnenen Verhandlungen über ein Kriegsende fortgesetzt werden. Die Regierungen beider Länder bestätigten den Termin, nannten aber, wie in der vergangenen Woche, weder einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt.

Was dennoch über die Verhandlungen bekannt ist, lesen Sie hier:

Iven Fenker

Ukraine bereitet Gespräche mit Russland vor 

Die Ukraine bereitet sich nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf weitere Gespräche über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der kommenden Woche vor. "Wir rechnen mit Treffen in der kommenden Woche und bereiten uns darauf vor", sagte Selenskyj.

"Wir stehen in ständigem Kontakt mit den USA und warten auf Details zu den bevorstehenden Treffen", sagte Selenskyj. "Die Ukraine ist bereit, in allen Arbeitsformaten mitzuwirken. Es ist wichtig, dass diese Treffen stattfinden und zu konkreten Ergebnissen führen", sagte er.

Sven Crefeld

US-Gesandter lobt Treffen mit Dmitrijew als "produktiv"

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat sein Treffen in Florida mit dem russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew als "produktiv und konstruktiv" charakterisiert. In einem Post auf X sprach Witkoff nicht von einem Ende des Kriegs, sondern nur von Versuchen, im "Ukrainekonflikt" zu vermitteln. 

Für die USA hatten nach Witkoffs Angaben auch Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, Handelsminister Scott Bessent und Josh Gruenbaum, ein Berater des US-Präsidenten, teilgenommen.

Lissy Kleer

AKW Tschernobyl kurzzeitig ohne externe Stromversorgung

Das ‌ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl ist kurzzeitig von der externen Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Das teilte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) mit. Der Anschluss ‍sei inzwischen wiederhergestellt, schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi auf X. Aufgrund technischer Probleme im ⁠Stromnetz hätten zudem andere ​ukrainische Kernkraftwerke ihre Leistung vorübergehend gedrosselt. Direkte Auswirkungen auf die ⁠nukleare Sicherheit seien nicht zu erwarten, die Gesamtlage bleibe jedoch prekär.

Das Kraftwerk war am ​26. April 1986 Schauplatz der weltweit schwersten zivilen Atomkatastrophe geworden. ‍Damals explodierte der vierte Reaktorblock, wodurch eine radioaktive Wolke über weite Teile Europas zog. Die Anlage ist inzwischen vollständig stillgelegt.

David Rech

Russischer Unterhändler in den USA angekommen

Der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew ist nach eigenen Angaben wieder in die USA gereist. "Wieder in Miami", schrieb der Vertraute von Russlands Staatschef Wladimir Putin bei Instagram und veröffentlichte dazu ein Bild von einer Friedenstaube. Dmitrijew machte keine Angaben dazu, mit wem er sich trifft und worum es genau bei den Gesprächen geht. Er hatte seine bisherigen Gespräche stets mit dem US-Unterhändler Steve Witkoff geführt.

Russland und die Ukraine wollen morgen in Abu Dhabi ihre am vergangenen Wochenende nach langer Zeit wieder aufgenommenen direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen. Zwar sprachen die Verhandlungsteams von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht. 

Lissy Kleer

Stromausfälle in Moldau und der Ukraine

In der ​Ukraine und in Moldau kommt es aktuell zu weitreichenden Stromausfällen. ⁠Das moldauische Energiesystem ist nach Angaben des Energieministeriums wegen eines Spannungsabfalls im ukrainischen Netz von einer ​Notabschaltung betroffen. ⁠Auch in der Ukraine meldet der Versorger DTEK Notabschaltungen.

In der Folge ist das U-Bahn-Netz der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw zum Stillstand gekommen. "Der Zugverkehr und der Betrieb der Rolltreppen in der U-Bahn wurden vorübergehend eingestellt", teilte der Betreiber der U-Bahn auf Facebook mit. Bis die Stromversorgung wiederhergestellt sei, würden die U-Bahn-Stationen als Schutzräume vor den russischen Angriffen dienen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit.

Lissy Kleer

Russland setzt Angriffe in der Ukraine vor Verhandlungen fort

Russlands Armee hat in der Ukraine neue Ziele in den Blick genommen: Man habe von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur sowie Munitionsdepots beschossen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Laut den ukrainischen Luftstreitkräften setzte Russland dabei in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen ein.

Nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump hatte sich Russland bereit erklärt, die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur zeitweise auszusetzen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte am Freitag, dass keine Energieanlagen angegriffen worden seien. Morgen wollen Russland und die Ukraine in Abu Dhabi ihre direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen.

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