Nach den Protesten steht ein ausgebrannter Bus in Teheran
Foto:Majid Asgaripour / REUTERS
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Insgesamt 139 ausländische Staatsbürger sind laut iranischen Medienberichten bei den jüngsten Protesten in dem Land verhaftet worden. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag, unter Berufung auf den Polizeichef der Stadt Jasd. Die Agentur machte keine näheren Angaben zur Nationalität der ausländischen Festgenommenen. Die Personen seien »an der Organisation, Anstiftung und Anführung von Ausschreitungen« beteiligt gewesen.
Das US-amerikanische Menschenrechtsnetzwerk »Human Rights Activists News Agency« (HRANA) geht von insgesamt mehr als 50.000 Festnahmen in Iran aus. Die Proteste begannen Ende Dezember 2025 und werden vom Regime brutal niedergeschlagen. Nach offiziellen Angaben kamen bislang 3117 Menschen ums Leben.
Schätzungen bis über 36.500 Tote
Menschenrechtsorganisationen bezweifeln diese Darstellung. Die Organisation HRANA hat laut einem Bericht vom Montag 6854 Todesfälle verifiziert. Über 11.000 weitere Fälle würden geprüft. Das Exilmedium Iran International schätzt, dass mehr als 36.500 Menschen getötet wurden. Hinzu kommen womöglich Hunderttausende Verletzte.
Seit dem 8. Januar ist der Internetzugang im Land weitgehend gesperrt. Nur langsam dringen Aufnahmen nach außen, die das volle Ausmaß der gewaltsamen Niederschlagung der Massenproteste zeigen. Unter anderem zeigen Videos wiederholt den Einsatz scharfer Munition durch Sicherheitskräfte gegen offenbar unbewaffnete Demonstrierende.
Unterdessen haben Iran und die USA erste direkte Gespräche vereinbart, um eine Lösung in dem seit Jahren schwelenden Atomstreit zu finden und einen neuen Krieg in der Region zu verhindern. Am Dienstag sprach sich der iranische Präsident Masoud Pezeshkian unter Bedingungen für Gespräche mit den USA aus. Voraussetzung sei eine Atmosphäre frei von »Drohungen und unzumutbaren Erwartungen«. Er habe Außenminister Abbas Araghchi angewiesen, den Boden für »gerechte und faire Verhandlungen« zu bereiten. Hochrangigen Vertretern der iranischen und der US-Regierung zufolge sollen der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der iranische Araghchi bereits am Freitag in Istanbul zusammenkommen.

vor 15 Stunden
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