Epstein-Akten: Keir Starmer legt Ex-Prinz Andrew eine Aussage vor US-Kongress nahe

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In neu veröffentlichten Epstein-Akten taucht der ehemalige Prinz Andrew häufig auf. Der britische Premier erhöht den Druck und fordert eine Aussage vor dem US-Kongress.

1. Februar 2026, 9:13 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, AP,

 Der britische Premier Keir Starmer fordert eine Aussage von Prinz Andrew vor dem US-Ausschuss zu den Epstein-Akten.
Der britische Premier Keir Starmer fordert eine Aussage von Prinz Andrew vor dem US-Ausschuss zu den Epstein-Akten. © Carl Court/​AFP/​Getty Images

Nach der Veröffentlichung weiterer Akten im Missbrauchsskandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat Großbritanniens Premierminister Keir Starmer eine Aussage von Andrew Mountbatten-Windsor vor dem US-Kongress befürwortet. Am Rande seiner Asienreise sagte Starmer, er habe stets die Ansicht vertreten, dass jeder, der Informationen habe, dazu bereit sein sollte, sie in jedweder Form weiterzugeben, wenn er darum gebeten werde. Denn man könne die Opfer nicht in den Mittelpunkt stellen, wenn man nicht zur Weitergabe von Informationen bereit sei.

Der zum Normalbürger degradierte Andrew ignorierte eine Aufforderung des Ausschusses für Aufsicht und Rechenschaft des Repräsentantenhauses in Washington D. C. bislang. Darin wird er gebeten, sich einer "protokollierten Befragung" zu seiner langjährigen Freundschaft mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Epstein zu stellen und sein Wissen über dessen kriminelle Umtriebe offenzulegen.

Druck auf Prinz Andrew wächst

Das US-Justizministerium veröffentlichte am Freitag mehr als drei Millionen Seiten an Ermittlungsdokumenten zu Epstein sowie Tausende Videos und Fotos. In den neuen Akten taucht der ehemalige Prinz häufig auf und gerät dadurch weiter in Bedrängnis. Den Dokumenten zufolge schlug Epstein Mountbatten-Windsor in einer E-Mail im Jahr 2010 ein Treffen mit einer Russin vor – kurz nachdem Epstein eine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger im Gefängnis verbüßt hatte.

Kurze Zeit später lud der damalige Prinz Epstein in den Buckingham-Palast ein. Ob das vorgeschlagene Treffen mit der Russin und der Besuch im Palast tatsächlich stattfanden, geht aus den Akten nicht hervor. 

Bereits im vergangenen Jahr hatte Charles seinem Bruder wegen dessen Verbindungen zu Epstein alle königlichen Titel und Ehren aberkannt. Die US-australische Klägerin Virginia Giuffre hatte Mountbatten-Windsor zudem beschuldigt, sie im Alter von 17 Jahren missbraucht zu haben.

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