Er wolle nichts dementieren: Der ehemalige französische Politiker Jack Lang steht zu seinen Kontakten zu Jeffrey Epstein. Er habe nicht von dessen Taten gewusst, sagt er.
Aktualisiert am 2. Februar 2026, 17:56 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, sko
Der ehemalige französische Kultur- und Bildungsminister Jack Lang hat Verbindungen zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eingeräumt. Er stehe "in vollem Umfang zu den Verbindungen", die er einst zu dem 2019 verstorbenen Epstein aufgebaut habe, schrieb Lang. Damals habe für ihn nichts darauf hingedeutet, dass Epstein "im Zentrum eines kriminellen Netzwerks stehen könnte".
Am Freitag hatte das US-Justizministerium neue Akten zum Fall Epstein veröffentlicht. Der Name Langs und der seiner Tochter Caroline tauchen unter anderem darin auf. Die Dokumente zeigen, dass Lang und seine Tochter Kontakte zu Epstein unterhielten.
Lang arbeitete unter den früheren Präsidenten François Mitterrand und Jacques Chirac auf verschiedenen Regierungsposten. Seit 2013 leitet er das Institut du Monde arabe in Paris.
Keine weiteren Ermittlungen
In den neu veröffentlichten Akten, die mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein enthalten, tauchen auch weitere Namen bekannter Persönlichkeiten auf. Darunter befinden sich unter anderem der heutige US-Präsident Donald Trump, Unternehmer Elon Musk, Microsoft-Gründer Bill Gates und der ehemalige britische Prinz Andrew.
Das Justizministerium teilte mit, es wolle keine weiteren Anklagen erheben. Das Ministerium erklärte die Überprüfung für abgeschlossen. Lediglich eine kleine Anzahl von Dokumenten werde derzeit noch von einem Richter geprüft.
Epstein war 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden, nach offiziellen Angaben beging der verurteilte Sexualstraftäter Suizid. Ihm wird vorgeworfen, mehr als tausend Mädchen und Frauen missbraucht und einen Missbrauchsring geführt zu haben.

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