EKD: Evangelische Betroffene fühlen sich als Alibi ausgenutzt

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EKDEvangelische Betroffene fühlen sich als Alibi ausgenutzt

4. Februar 2026, 14:12 Uhr

Lesezeit: 3 Min.

 Nancy Janz, Sprecherin der Betroffenenvertretung des Beteiligungsforums Sexualisierte Gewalt, tritt zurück.
„Kaum spürbaren Fortschritt“: Nancy Janz, Sprecherin der Betroffenenvertretung des Beteiligungsforums Sexualisierte Gewalt, tritt zurück. (Foto: Heike Lyding/IMAGO/epd)

Zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der evangelischen Kirche sitzen Betroffene mit Kirchenvertretern an einem Tisch. Doch ausgerechnet die Sprecherin der Betroffenen wirft jetzt hin.

Von Annette Zoch, München

Es ist ein Rückschlag für die Missbrauchsaufarbeitung in der evangelischen Kirche: Nancy Janz, die Sprecherin des Beteiligungsforums Sexualisierte Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist zurückgetreten. Das sogenannte „Befo“ ist das zentrale Gremium der Missbrauchsaufarbeitung in den Landeskirchen und der Diakonie. Bereits im Herbst war Detlev Zander, neben Janz der zweite Betroffenen-Sprecher im Befo, von seinem Amt zurückgetreten. Auch die Anzahl der Betroffenenvertreter insgesamt ist nach einer Reihe von Rücktritten von neun auf mittlerweile sechs geschrumpft. Zuerst hatte der Tagesspiegel berichtet.

:Wo es beim Geld für Missbrauchsopfer noch hakt

Die evangelische Kirche will einheitlich regeln, wie sie erlittenes Leid anerkennt. Aber es gibt Zweifel, ob ihr das bis zum angestrebten Termin am 1. Januar 2026 gelingt.

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