Druck auf Universitäten Trump verlangt eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz von Harvard
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus geht Donald Trump gegen die Eliteuniversitäten im Land vor. Nun startet der US-Präsident einen neuen Erpressungsversuch gegen Harvard.
03.02.2026, 07.25 Uhr
Der Campus der Harvard University im Großraum Boston
Foto:Reba Saldanha / REUTERS
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US-Präsident Donald Trump geht erneut gegen die Eliteuniversität Harvard vor. Er forderte auf seiner Onlineplattform Truth Social umgerechnet rund 850 Millionen Euro von der Bildungseinrichtung. Im Gegenzug kündigte er an, Harvard anschließend in Ruhe zu lassen.
»Wir fordern jetzt eine Milliarde Dollar Schadensersatz und wollen in Zukunft nichts mehr mit der Harvard University zu tun haben«, heißt es in Trumps Post. Welcher Schaden entstanden sei, der mit dem angeblichen Schadensersatz ausgeglichen werden soll, schrieb Trump nicht.
Trump geht seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 immer wieder gegen Bildungseinrichtungen vor, besonders gegen Amerikas Eliteuniversitäten. Er mischt sich etwa in Angelegenheiten der Hochschulen ein, entzieht ihnen Geld oder fordert selbst hohe Summen. Einige Universitäten wie die Columbia University beugten sich dem Druck.
Die Harvard-Leitung um Präsident Alan Garber reagierte bislang nicht öffentlich auf den jüngsten Vorstoß von Trump. An der Eliteuniversität dürfte man das vermeintliche Angebot des US-Präsidenten wohl eher als Erpressungsversuch verstehen.
Propalästinensische Demos als Anlass
Harvard steht im Fokus der Kampagne der US-Regierung, die mit öffentlichem und finanziellem Druck versucht, Veränderungen an der Hochschule zu erwirken. Trump warf der Uni vor, zu wenig gegen linke und antisemitische Gesinnungen zu tun.
Anlass für die Vorwürfe waren propalästinensische Demonstrationen auf dem Campus im Kontext des Israel-Gaza-Krieges.
Im vergangenen September hatte ein Richter in Boston entschieden, die US-Regierung dürfe zugesagte Forschungsmittel in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar, also rund 1,7 Milliarden Euro, nicht zurückhalten und müsse diese an Harvard auszahlen. Gegen die Entscheidung hatte Trumps Regierung im Dezember Rechtsmittel eingelegt.
Kurz vor Trumps neuestem Vorwurf hatte die US-Regierung Zahlungsforderungen von 200 Millionen US-Dollar fallen gelassen, wie die »New York Times« berichtet .
Wie Trump versucht, Harvard gefügig zu machen und wie die Eliteuni dagegen Widerstand leistet, erfahren Sie hier .

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