Costa Rica: Konservative Laura Fernández gewinnt Wahl in Costa Rica

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Laura Fernández wird laut dem vorläufigen Ergebnis die künftige Präsidentin von Costa Rica. Die Konservative galt als Wunschkandidatin des amtierenden Präsidenten.

Aktualisiert am 2. Februar 2026, 16:53 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP,

 Laura Fernández, Präsidentschaftskandidatin der Partei PPSO, winkt nach ihrem Wahlsieg Unterstützern zu.
Laura Fernández, Präsidentschaftskandidatin der Partei PPSO, winkt nach ihrem Wahlsieg Unterstützern zu. © Carlos Borbon/​AP/​dpa

Laut vorläufigen Ergebnissen hat die Konservative Laura Fernández die Präsidentschaftswahlen in Costa Rica gewonnen. Das teilte das Oberste Wahlgericht nach der Auszählung fast aller Stimmen am Montag mit. Demnach haben 48,3 Prozent für die Kandidatin der Souveränen Volkspartei (PPSO) gestimmt. Amtlich ist der Sieg der Politologin erst, wenn eine händische Nachzählung abgeschlossen ist. Die soll am Dienstag beginnen. Am 8. Mai soll Fernández dann die Regierungsgeschäfte übernehmen.

Insgesamt traten 20 Kandidaten in dem mittelamerikanischen Land um die Nachfolge des amtierenden Mitte-Rechts-Präsidenten Rodrigo Chaves an. Der Ökonom Álvaro Ramos von der Nationalen Befreiungspartei war der stärkste Gegner von Fernández. Er kam bei den Wahlen dem vorläufigen Ergebnis zufolge auf 33,4 Prozent der Stimmen. Bereits am Sonntagabend hatte er seine Niederlage eingeräumt und versprochen, eine "konstruktive Opposition" zu führen. 

Fernández will gegen wachsende Kriminalität vorgehen

Fernández versprach ein hartes Vorgehen gegen Verbrechergruppen angesichts der steigenden Kriminalität im Land. In Regionen, die besonders unter der Gewalt von Drogenhändlern leiden, plant sie angeblich, den Ausnahmezustand zu verhängen. Verbrecher sollen außerdem in einem neuen Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert werden. 

Fernández war die Wunschkandidatin von Präsident Rodrigo Chaves. Er war unter den Bürgerinnen und Bürgern beliebt, konnte jedoch nicht erneut kandidieren, weil die Verfassung eine sofortige Wiederwahl nach einer vierjährigen Amtszeit verbietet.

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