Für Hundezüchter und -liebhaber ist die Westminster Kennel Club Dog Show in den USA das Event des Jahres. Der Wettbewerb gilt als einer der prestigeträchtigsten weltweit und findet seit 1877 statt. Außer Ruhm und Ehre sind hier allerdings nur Schleifen und Trophäen zu holen – es gibt kein Preisgeld. Dennoch ist das Interesse riesig: Die Show im Madison Square Garden in New York ist fast immer ausverkauft.
In diesem Jahr konnte sich die vierjährige Dobermann-Pinscher-Hündin Penny gegen sechs Finalisten durchsetzen – sie gewann den Titel »Best in Show«. Mehr als 3000 Hunde aus 50 US-Bundesstaaten und 17 Ländern waren zur 150-jährigen Jubiläumsveranstaltung angetreten. Insgesamt nahmen mehr als 200 Rassen teil, die Tiere traten in sieben verschiedenen Gruppen an.
Mit ihrem mächtigen Brustkorb und der tadellosen Haltung machte »Penny« offenbar Eindruck auf die Jury. Ausschlaggebend für die Bewertung sind Körperbau, Bewegung, aber auch das Wesen des Tieres. Dobermänner gelten als intelligent, gehorsam, loyal und furchtlos.
Pennys Hundeführer Andy Linton hatte schon 1989 mit einem Dobermann namens Indy den Preis für »Best in Show« gewonnen. Er zeigte sich begeistert: »Sie ist die großartigste Dobermannhündin, die ich je gesehen habe.« Linton hatte zuletzt öffentlich über seine Parkinson-Erkrankung gesprochen, was einen Fox-Kommentator zu einem pathetischen Statement verleitete.
»Wir haben einen Hund gesehen, der wusste, dass er für Andy Leistung bringen musste, und ich glaube, das ist eine Verbindung, die wir spüren«, sagte Jason Hoke von Fox Sports in der Übertragung der Veranstaltung. Mit ihrer »perfekten Darbietung« habe Peggy Andy etwas zurückgegeben, »weil Andy seine eigenen Kämpfe durchgemacht hat«, sagte Hoke. »Das ist es, was Hunde tun: bedingungslose Liebe.«
Die Rasse wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem Deutschen Karl Friedrich Louis Dobermann zum Schutz gezüchtet. Später wurde sie im Polizei- und Militärdienst eingesetzt, insbesondere vom US-Marinekorps im Pazifikraum während des Zweiten Weltkriegs.
Penny wurde von Theresa Connors-Chan und Gregory Chan gezüchtet. Sie sind Miteigentümer neben Francis und Diana Sparagna.
Der zweite Platz, bekannt als »Reserve Best in Show«, ging an Cota, einen fünfjährigen Chesapeake Bay Retriever aus der Gruppe der Jagdhunde. Die anderen Finalisten waren Zaida, eine Afghanische Windhündin, Cookie, ein Malteser aus der Gruppe der Toy-Hunde; JJ, ein Lhasa Apso aus der Gruppe der Nicht-Sportler; Graham, ein Old English Sheepdog und Wager, ein Glatthaar-Foxterrier.

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