"Unsere Abende" von Alan Hollinghurst: Enthält erschreckende Seiten
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Der britische Schriftsteller Alan Hollinghurst porträtiert immer wieder die Oberschicht. Nun hat er einen meisterhaften Bildungsroman über schwules Leben geschrieben.
4. Februar 2026, 19:00 Uhr
Artikelzusammenfassung
Alan Hollinghursts neuer Roman "Unsere Abende" erzählt die Lebensgeschichte von Dave, einem schwulen "braunen Jungen" aus einfachen Verhältnissen, der es als Schauspieler zu Ruhm bringt. Trotz gesellschaftskritischer und antirassistischer Themen bleibt Hollinghurst ein Meister der Nuancen und leisen Töne. Der Roman besticht durch diskrete Offenherzigkeit und detaillierte Alltagsgemälde, ohne auf klassische Plotelemente zu setzen. Besonders berührend ist die Darstellung von Mutterliebe und Abschied, die dem Buch eine neue Intimität verleihen. Mit einem tragischen Ende und einem Wechsel des Erzählstils zum Schluss, zeigt Hollinghurst erneut seine Meisterschaft in der subtilen Darstellung menschlicher Beziehungen.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Welche Steilvorlage für einen prononcierten gesellschaftskritischen und antirassistischen Roman: Unsere Abende erzählt in der ersten Person die Lebensgeschichte David Wins, kurz Dave, eines schwulen "braunen Jungen" aus einfachen Verhältnissen, der über eine Privatschule und Oxford einen Weg nach oben schafft und ein angesehener und ziemlich berühmter Schauspieler wird. Dave ist der Sohn einer weißen englischen Schneiderin und eines unbekannten burmesischen Vaters, seine Lebensgeschichte umfasst den Achtundsechziger-Aufbruch und den fremdenfeindlichen Brexit, und er erzählt auch von beiden. Aber auf gesellschaftskritischen Furor oder auf antirassistische Moral kann man in diesem Roman 616 Seiten lang warten – mit der Ausnahme von zwei bestürzenden Seiten gegen Ende.