Nach dem optimalen Start mit drei Siegen in der Liga will Hannover 96 auch am Samstag in Kiel gewinnen und als Tabellenführer in die Länderspielpause gehen.

Noch torlos in Hannover: Neuzugang Benedikt Pichler. IMAGO/DeFodi Images
Drei Spiele, neun Punkte: Hannover 96 ist die einzige Mannschaft in der 2. Bundesliga, die den Maximalertrag eingefahren hat. Nach den Siegen gegen den 1. FC Kaiserslautern (1:0), bei Fortuna Düsseldorf (2:0) und gegen den 1. FC Magdeburg (3:1) ist die Stimmung in der niedersächsischen Landeshauptstadt zwar nicht euphorisch, aber sehr optimistisch.
Der zwischenzeitliche Dämpfer, die 0:1-Niederlage im DFB-Pokal bei Drittligist Energie Cottbus, spielt in der Außenwahrnehmung keine Rolle mehr. Vielmehr sind alle Blicke darauf gerichtet, am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) bei Holstein Kiel den vierten Liga-Erfolg in Serie einzufahren. 1500 Anhänger werden den Tabellenführer nach Schleswig-Holstein begleiten. "Kiel hat eine gute Mannschaft", weiß 96-Cheftrainer Christian Titz.
Allerdings hat der Bundesliga-Absteiger aus dem hohen Norden erst einen Sieg errungen: das 2:0 in Fürth am vergangenen Sonntag. "Ihre Spiele hätten auch anders verlaufen können" meint Titz. "Kiel ist eine Mannschaft, die hochintensiv spielt. Sie haben erst drei Punkte, aber es wäre mehr möglich gewesen." Trotzdem will 96 vor der Länderspielpause nochmal punkten - möglichst dreifach.
Platzt Pichlers Knoten beim Ex-Klub?
Die Liga-Unterbrechung nach dem vierten Spieltag will Titz auch nutzen, um den Spielern "eine Regenerationsphase zu geben" nach den intensiven Wochen in der Vorbereitung. Die vielen XXL-Trainingseinheiten von bis zu drei Stunden waren aus Sicht des Trainers nicht nur wichtig für die körperliche Fitness, sondern auch, damit der runderneuerte Kader zusammenwachsen kann. Der Plan ist bislang aufgegangen.
"Wir haben uns gut gefunden und treten stabil auf", freut sich Titz. "Die Typen passen zusammen, die Spieler sind willig. Wir sind froh, dass wir die Punkte geholt und wenig zugelassen haben. Es liegt auch noch ein Stück vor uns. Man braucht aber auch das Spielglück auf seiner Seite."
Weniger Glück - zumindest in Bezug auf die Torquote - hat Neuzugang Benedikt Pichler. Der Stürmer, der von Holstein Kiel nach Hannover kam, hat für 96 noch nicht getroffen. Trotzdem konnte der 28-jährige Österreicher überzeugen und gehört zum Stammpersonal. "Die Art, wie er Bälle festmacht und Pässe spielt, ist wichtig für uns“, erklärt Titz. "Ich bin guter Dinge, dass er sich noch belohnen wird." Möglicherweise schon am Samstag in Kiel gegen seinen Ex-Klub.
Gunnar Meggers