Streit um venedig Biennale: Italiens Kulturminister sagt Teilnahme an Eröffnung der Kunstbiennale ab

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Der Streit um die Teilnahme Russlands an der 61. Venedig Biennale spitzt sich zu. Das italienische Kulturministerium hat mitgeteilt, dass Kulturminister Alessandro Giuli nicht an der Eröffnung der internationalen Kunstausstellung am 9. Mai teilnehmen wird. Es sei auch nicht während der Vorab-Eröffnungstage mit seiner Anwesenheit in der Lagune zu rechnen. Es wäre das erste Mal seit zwanzig Jahren, dass ein italienischer Kulturminister dem Beginn der Biennale fernbleibt.

Die Teilnahme Russlands steht seit Wochen im Mittelpunkt einer heftigen Kontroverse zwischen dem Biennale-Präsidenten Pietrangelo Buttafuoco, dem Kulturminister selbst und der Europäischen Union. Alessandro Giuli hatte mehrfach seine Ablehnung gegenüber der Wiederaufnahme von Russland auf der Biennale zum Ausdruck gebracht. Auch die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat erklärt, ihre Regierung lehne die Anwesenheit Moskaus auf der Biennale ab. Der Biennale-Präsident Pietrangelo Buttafuoco hat indes die Kunstausstellung mit den Vereinten Nationen verglichen. Die Biennale sei „eine Institution, die man als die UNO der Kunst betrachten kann, von der keine Nation ausgeschlossen werden darf“, sagte er gegenüber einem Abgeordneten der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung.

Die Europäische Kommission hat ein Verfahren eingeleitet, um die Biennale-Stiftung von der Wiederzulassung Russlands abzuhalten. Andernfalls drohe eine Einstellung der Förderung von rund zwei Millionen Euro bis 2028. In einem Schreiben an die Stiftung, das ihr am 10. April zugegangen sein soll, heißt es, sie müsse innerhalb von 30 Tagen antworten.

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