Der Facebook-Konzern Meta plant einen weitreichenden Stellenabbau. In etwa vier Wochen, am 20. Mai, sollen rund zehn Prozent der Belegschaft entlassen werden, teilte der Konzern den Mitarbeitenden in einer internen E-Mail mit. Außerdem sollen etwa 6000 derzeit freie Stellen nicht besetzt werden.
Meta hatte zum Jahreswechsel knapp 79.000 Beschäftigte. Damit dürften die Entlassungen nahezu 8000 Menschen treffen. In der unter anderem vom Finanzdienst Bloomberg veröffentlichten E-Mail räumte Personalchefin Janelle Gale ein, dass den Mitarbeitern damit vier Wochen Ungewissheit bevorstünden. Allerdings habe man sich nach Leaks entschieden, die noch unfertigen Pläne schon jetzt in Grundzügen bekanntzugeben.
Kurz zuvor wurde bekannt, dass Meta auf den Computern seiner Mitarbeiter in den USA eine neue Tracking-Software installiert. Die so gewonnenen Daten sollen verwendet werden, um eine künstliche Intelligenz zu trainieren. Die neue Software ist Teil einer umfassenden Initiative zum Aufbau von KI-Agenten, die Arbeitsaufgaben autonom ausführen können, teilte das Unternehmen seinen Mitarbeitern in internen Memos mit, über die die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte bereits im Januar mögliche Einsparungen durch KI angedeutet. »Projekte, für die früher große Teams nötig waren, werden heute von einer einzigen sehr talentierten Person erledigt«, sagte er. Im Februar kündigte Meta etwa an, beim Chiphersteller AMD im großen Stil Grafikprozessoren zu kaufen, die in Rechenzentren für KI von zentraler Bedeutung sind.
Ende 2022 hatte Meta 11.000 Stellen abgebaut, gefolgt von 10.000 weiteren Stellen im März 2023. Zwischen Ende 2023 und Ende 2025 kamen dann wieder mehr als 11.000 Beschäftigte hinzu.
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