Der Schriftsteller Leif Randt hat einen neuen Roman geschrieben: "Let's Talk About Feelings" – warum empfinden denn eigentlich gerade alle ständig immer irgendetwas?
Aus der ZEIT Nr. 37/2025 Aktualisiert am 28. August 2025, 18:12 Uhr
DIE ZEIT: Also, Let’s Talk About Feelings: Was ist das zentrale Gefühl dieses Romans?
Leif Randt: Das Grundgefühl ist für mich eine starke Wärme und Zuneigung den meisten Figuren gegenüber, trotz ihrer Traurigkeit und der allgemeinen Melancholie. Der Titel stand schon sehr früh fest, weil ich ihn auf eine gute Art daneben finde – worum soll es in Prosa jemals sonst gehen außer Gefühle? Diese leichte Provokation gefiel mir. Aber ich wollte es auch buchstäblich nehmen und mit einem größeren Figurenensemble arbeiten, in dem alle ständig etwas empfinden. Ich habe das Buch als Familienroman angelegt; am Ende ist es wahrscheinlich eine romantische Komödie geworden.