Iran-USA-Spannungen: Bundeswehr reduziert Kräfte im Nordirak deutlich

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US-Präsident Donald Trump hatte der iranischen Führung in den vergangenen Wochen mit Angriffen gedroht, nachdem der Sicherheitsapparat brutal gegen Massenproteste vorgegangen war . Washington verstärkte sogar die US-Militärpräsenz in der Region. Danach hatte sich die Situation zunächst beruhigt, Trump ließ verlauten, beide Länder wollen wieder miteinander sprechen. An diesem Freitag sollte es sogar ein Treffen geben.

Streit über Ort und Themen

Deswegen überrascht der Zeitpunkt der Bundeswehr-Entscheidung. Nun berichtet aber das US-Nachrichtenportal Axios, dass die geplanten Gespräche doch noch scheitern könnten. Hintergrund soll ein Streit über Ort und Themen sein. Ein ranghoher iranischer Vertreter sagte Reuters, das Beharren der USA, auch über »nicht atomare Themen« zu verhandeln, könne die Gespräche gefährden. Die Regierung in Teheran sei »grundsätzlich bereit zu Gesprächen mit den USA«, wenn es nur um Fragen des Atomprogramms gehe.

Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur ‌Isna gemeldet, das Treffen zwischen Vertretern der USA und Irans solle im Oman stattfinden und nicht wie ⁠ursprünglich geplant ‍in Istanbul. Der Ort der Gespräche sei auf Wunsch Irans verlegt worden, sagte zudem ein Vertreter eines der Staaten in der Region. Eine offizielle Bestätigung dafür aus Washington blieb zunächst aus.

Die Bundeswehr unterstützt im Irak den Aufbau der lokalen Streitkräfte. Schwerpunkt ist die Kurden-Metropole Erbil, in der Hauptstadt Bagdad sind nur noch einzelne Soldaten als Berater eingesetzt. In der Vergangenheit hatte Iran in Spannungssituationen mehrmals versucht, amerikanische Stellungen im Nordirak anzugreifen. Dabei geriet auch die Bundeswehr ins Visier, da sie wie die Amerikaner nahe dem Flughafen von Erbil stationiert ist.

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