In Italien soll das Theater Hoffnungsträger einer Nationalkultur à la Meloni werden

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Ein Volk sucht sein Theater

03.04.2025, 06:09Lesezeit: 7 Min.

 Szene aus der Pirandello-Inszenierung am Argentina in Rom

Für eine neue Erziehung des Herzens: Taugt das italienische Gegenwartstheater als Verbündeter für den Plan einer kulturellen Erneuerung à la Giorgia Meloni? Ein Blick nach Florenz und Rom.

Unlängst hat das italienische Bildungsministerium unter der Überschrift „Materiali per il dibattito pubblico“ eine 150 Seiten starke Lehrer-Richtlinie für den Unterricht an Grund- und weiterführenden Schulen veröffentlicht. Es ist ein interessantes Zeitdokument, in dem sich eine rechtskulturelle Identitätspolitik spiegelt und explizite Anknüpfungsversuche an historische Traditionen unternommen werden. Der Abschnitt zum Geschichtsunterricht beispielsweise beginnt mit einem Zitat des Mittelalterhistorikers Marc Bloch, in dem „die Latiner“ als ein geschichtsschreibendes Volk vorgestellt und als Inbegriff westlicher Kultur hervorgehoben werden. Ideengeschichtliche Kronzeugen dafür sind etwa Herodot, Machiavelli oder Antonio Gramsci.

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