Was bei der Diskussion um die Zukunft der Oper bislang völlig unberücksichtigt blieb, ist der pädagogische Blickwinkel. In den Jahrzehnten vor der Jahrhundertwende hat sich im schulischen Musikunterricht das Verhältnis zur Oper grundlegend gewandelt. Zuvor „nahm man eine Oper durch“, indem man einzelne „jugendgeeignete“ Werke „besprach“ („Zauberflöte“, „Freischütz“, „Verkaufte Braut“) und Fachtermini wie Ouvertüre und Arie analytisch erklärte. Der Erfolg bei der Schülerschaft hielt sich in engen Grenzen; ohnehin litt die Oper schon lange unter den Vorurteilen, „elitär“ und „althergebracht“ zu sein.

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