Eine Zuckersteuer reduziert den Zuckerkonsum nachweislich, teilt die Leopoldina mit. Die Wirksamkeit bisheriger politischer Maßnahmen gegen Adipositas sei aber fraglich.
21. Januar 2026, 11:25 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, ngo
Stark zucker- oder fetthaltige Lebensmittel und Getränke zu besteuern, könne auch in Deutschland sinnvoll sein. Das teilt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit. In Ländern wie Großbritannien habe die Zuckersteuer den Konsum von Zucker und gesüßten Getränken reduziert. Auch in Deutschland sei mit positiven Effekten auf die Bevölkerungsgesundheit zu rechnen.
Fraglich sei jedoch die Wirksamkeit der bisherigen politischen Anstrengungen und Strategien gegen Adipositas, teilt die Leopoldina weiter mit. Die Erkrankungshäufigkeit gehe trotz präventiver Maßnahmen nicht zurück, in Deutschland gebe es sogar eine Adipositas-Epidemie.
Die jährlichen wirtschaftlichen Kosten, die durch Übergewicht anfallen, schätzt die Leopoldina auf etwa 2,6 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Das entspreche etwa 113 Milliarden Euro.
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