Wegen Sparmaßnahmen: MDR pausiert „Tatort-“ und „Polizeiruf“-Neuproduktionen

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11.05.2026, 15:13Lesezeit: 1 Min.

Szene aus dem MDR-„Tatort“ mit Martin Brambach

Die von den Bundesländern seit mehr als einem Jahr nicht umgesetzte Erhöhung des Rundfunkbeitrags versteht der MDR als Budget-Kürzung. Der Sender reagiert jetzt mit einer Veränderung des Programmangebots.

Wegen Sparmaßnahmen sollen beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) „Tatort“- und „Polizeiruf“-Neuproduktionen für drei Jahre pausieren. „Der MDR hat bereits fertiggestellte und vertraglich fixierte Produktionen vorrätig, die in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen“, teilte die Rundfunkanstalt am Montag in Leipzig mit.

Die bislang durch die Bundesländer seit Januar 2025 nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags bedeute für den MDR eine umfangreiche Budget-Kürzung. „Diese Situation zwingt den MDR zu strategischen Entscheidungen, die sich unvermeidbar auch auf den Umfang der MDR-Programmangebote auswirken werden“, hieß es.

Zudem werde es eine konsequente Nutzung von digitalen Ausspielwegen für jüngere Zielgruppen geben. Dazu solle das Jugendradio „MDR Sputnik“ bereits ab 2027 nicht mehr über UKW ausgestrahlt werden. Um Regionalität und digitale Nutzung zu priorisieren, werde es ab 2027 auch an Feiertagen wieder die drei eigenständigen Landesmagazine ab 19 Uhr im MDR-Fernsehen geben.

Bereits vergangene Woche hatte der MDR Berichte bestätigt, wonach der Sender erwägt, die Verantwortung für das ARD-„Mittagsmagazin“ zum Ende des Jahres abzugeben. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) habe Bereitschaft signalisiert, das „Mittagsmagazin“ möglicherweise zu übernehmen. Darüber hinaus kündigte die Drei-Länder-Anstalt an, das Magazin „MDR um 2“ von 2027 an nicht mehr als lineares TV-Magazin fortzuführen, sondern als Streamingvariante.

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