Syrien: Ehemaliger General wegen Giftgasangriff in Syrien festgenommen

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Bei einem Giftgasangriff nahe Damaskus im August 2013 waren mehr als tausend Menschen getötet worden. Ein General von Baschar al-Assad soll den Angriff koordiniert haben.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, 9. Mai 2026, 0:35 Uhr

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 Ein Kunstwerk auf einer Gedenkveranstaltung für den Giftgasangriff in Syrien im August 2013
Ein Kunstwerk auf einer Gedenkveranstaltung für den Giftgasangriff in Syrien im August 2013 © Ali Haj Suleiman/​Getty Images

In Syrien ist ein ehemaliger General festgenommen worden, der an einem Chemiewaffenangriff im Jahr 2013 nahe der Hauptstadt Damaskus beteiligt gewesen sein soll. Laut dem syrischen Innenministerium handelt es sich bei dem Verdächtigen um Chardal Ahmed D., einen früheren Brigadegeneral und ehemaligen Leiter der Abteilung des Luftwaffengeheimdienstes in der Stadt Daraa.

Das Ministerium warf dem Mann vor, an »chemischen Angriffen während seines Dienstes in der Damaskus-Abteilung und seiner Präsenz im Gebiet von Harasta« beteiligt gewesen zu sein. Er habe »repressive Einsätze überwacht« und »den Beschuss von Ost-Ghuta mit international verbotenen Chemiewaffen« koordiniert.

Bei dem Giftgasangriff während des Syrienkrieges waren etwa 1.400 Menschen getötet worden. Die damalige US-Regierung unter Präsident Barack Obama hatte in Reaktion darauf mit einem Militärschlag gedroht, diesen aber nicht umgesetzt. Westliche Staaten machten die Regierung des damaligen Machthabers Baschar al-Assad für den Chemiewaffeneinsatz verantwortlich, die syrische Führung hingegen die bewaffneten Aufständischen.

Der langjährige Diktator Assad wurde im Dezember 2024 von Kämpfern unter Leitung der islamistischen HTS-Miliz gestürzt und floh nach Russland. Deren ehemaliger Anführer Ahmed al-Scharaa führt nun die syrische Übergangsregierung an.

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