Ein 31-Jähriger soll US-Präsident Donald Trump beim Korrespondentendinner habe ermorden wollen. Er plädiert in allen Anklagepunkten für nicht schuldig.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, dar Aktualisiert am 11. Mai 2026, 17:26 Uhr
Nach Schüssen beim traditionellen Korrespondentendinner mit US-Präsident Donald Trump hat der mutmaßliche Täter in allen Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert. Das berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend. Nähere Angaben zur Begründung gab es zunächst nicht. Dem 31-Jährigen wird unter anderem versuchter Mord des US-Präsidenten vorgeworfen.
Nach Angaben der Ermittler drang der Tatverdächtige Ende April in das Hilton-Hotel in Washington, D. C. ein. Dort fand das jährliche Abendessen der Korrespondentenvereinigung des Weißen Hauses statt, bei dem Trump, weitere Regierungsmitglieder und zahlreiche Journalisten anwesend waren. Den Ballsaal des Dinners erreichte der schwer bewaffnete Mann zwar nicht, ein Beamter der Sicherheitsbehörden wurde jedoch angeschossen. Da er eine Schussweste trug, war er nicht schwer verletzt.
Neben dem versuchten Attentat auf den Präsidenten wird dem Angeklagten vorgeworfen, einen Bundesbeamten mit einer tödlichen Waffe angegriffen zu haben, der Transport von Schusswaffen und Munition mit dem Ziel, eine Straftat zu begehen, sowie das Benutzen, Tragen, Zeigen und Abfeuern einer Schusswaffe während eines Gewaltverbrechens. Der Tatverdächtige hat sich nach Angaben der Justiz bislang nicht selbst zu den Vorwürfen geäußert.
Angeklagter äußerte sich nicht
Der Angeklagte sprach vor Gericht selbst nicht, seine Anwältin sprach für den 31-Jährigen. Ihm droht im Falle einer Verurteilung lebenslange Haft. Er soll am 29. Juni erneut zu einer Anhörung vor Gericht erscheinen. Der Mann soll aus Südkalifornien stammen und als Lehrer und Entwickler für Videospiele gearbeitet haben. Das berichten US-Medien unter Berufung auf sein mutmaßliches LinkedIn-Profil.
Trump, seine Frau Melania und Vizepräsident JD Vance waren während des Vorfalls von Sicherheitskräften abgeschirmt und in Sicherheit gebracht worden. Schon mehrfach hatte es Attentatsversuche gegen den US-Präsidenten gegeben. Im Juli 2024 schoss ein Mann während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania auf ihn, die Kugel streifte den damaligen Präsidentschaftskandidaten am Ohr. Im September 2024 wollte ein Mann Trump in Florida beim Golfspielen erschießen. Er wurde gefasst und Anfang Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.

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