USA und Kolumbien: Kolumbiens Präsident Gustavo Petro trifft Donald Trump im Weißen Haus

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Der US-Präsident hatte seinem kolumbianischen Kollegen mit einem Militäreinsatz gedroht und ihn beschimpft. Nun hat er Petro zum ersten Mal im Weißen Haus empfangen.

3. Februar 2026, 23:11 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters,

 Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat sich zum ersten Mal mit Donald Trump persönlich getroffen.
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat sich zum ersten Mal mit Donald Trump persönlich getroffen. © Colombia Presidency/​Reuters

US-Präsident Donald Trump und der kolumbianische Präsident Gustavo Petro haben sich zum ersten Mal persönlich getroffen. Trump verzichtete darauf, Petro direkt bei dessen Ankunft zu begrüßen und sich vor dem Portikus des Weißen Hauses vor der versammelten Presse mit ihm fotografieren zu lassen, wie es sonst bei Besuchen ausländischer Staatschefs üblich ist. Stattdessen traf Petro wenige Minuten vor Beginn des geplanten Treffens an einem Seiteneingang des Gebäudes ein.

Nach dem rund zweistündigen, nicht öffentlichen Treffen veröffentlichte Petro auf X ein Foto, das darauf hindeutet, dass die Begegnung freundlich verlaufen sei. Auf dem Foto war eine offenbar von Trump handschriftlich verfasste Notiz zu sehen mit den Worten: "Gustavo – Eine große Ehre – Ich liebe Kolumbien." Außerdem enthielt es ein Bild, auf dem beide Staatschefs sich die Hand geben und lächeln.

Weitere Informationen lagen zunächst kaum vor. Medien waren nicht ins Oval Office zugelassen, um das Treffen zu verfolgen, und die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte kurz danach zu Reportern, sie habe das Treffen nicht mit Trump besprochen. Ein vom Weißen Haus veröffentlichtes Foto zeigte die beiden Präsidenten im Oval Office. Auch Vizepräsident JD Vance war anwesend. 

Trump hatte Kolumbien vor einigen Wochen mit einem Militäreinsatz gedroht, Petro einen "kranken Mann" genannt und ihn beschuldigt, am Schmuggel von Kokain in die USA beteiligt zu sein. Petro provozierte Trump, indem er ihn als "Komplizen des Völkermordes im Gazastreifen" bezeichnete und ihn für die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro kritisierte.

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