Umstrittener Windpark bei Groß Glienicke: Potsdams Rathaus lädt Bürger zur Infoveranstaltung

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Zu den umstrittenen Plänen für Windkrafträder bei Groß Glienicke laden Rathaus und die Stadtwerke-Tochter Energie und Wasser Potsdam (EWP) zu einer Einwohnerversammlung in die Preußenhalle ein. Die Veranstaltung am 23. April ist Teil eines Mediations- und Dialogprozesses, den die Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Juli beschlossen hat. Dieser soll das laufende Bebauungsplanverfahren zu dem Windpark begleiten.

Geplant sind Informationen zum Projektstand, zum Genehmigungsprozess sowie zu technischen und umweltschutzrechtlichen Fragen. Es sollten auch direkte Gespräche zwischen Sachverständigen und Besuchern möglich sein, hieß es. Die Organisation und Moderation übernimmt das Team des Mediators Gernot Barth und seines auf Bürgerbeteiligung bei Energieprojekten spezialisierten Unternehmens aus Leipzig.

Interessierte können sich bereits vor dem 23. April direkt an Barth wenden: gross-glienicke@ikome.de oder Telefon: (0341) 26 18 04 44. Weitere Informationen gibt es unter www.steinbeis-mediation.com.

Die voraussichtlich rund 200 Meter hohen Windräder sollen etwa 1,1 Kilometer nördlich der Waldsiedlung an der Bundesstraße 2 errichtet werden, gebaut werden soll etwa 2030. Über Bürgerenergiegenossenschaften soll eine Beteiligung möglich sein, zudem soll Groß Glienicke am Gewinn beteiligt werden.

Die Stadt hofft jährlich auf 15 bis 20 Millionen Kilowattstunden Strom, das wären bis zu neun Prozent des Potsdamer Bedarfs. Aus Sicht der Stadt soll das auch bei der Energiewende für mehr Klimaschutz sorgen. Allerdings hat der Landschaftsschutzverein Berlin-Brandenburg des Berliner Anwalts Christoph Partsch bereits Klagen gegen das Vorhaben in Aussicht gestellt. Partsch hat dem Rathaus schon mehrfach Bauchschmerzen bereitet.

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