Spionageverdacht: Festnahme im polnischen Verteidigungsministerium

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3. Februar 2026, 16:15 Uhr

In Polen ist ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums unter dem Verdacht der Spionage festgenommen worden. Wie das Ministerium in ‍Warschau am Dienstag mitteilte, wird dem langjährigen Angestellten die Zusammenarbeit ‌mit einem ausländischen Geheimdienst vorgeworfen. Ein bestimmtes Land wurde in der Mitteilung nicht ⁠genannt. Dem Nachrichtenportal Onet zufolge soll ‌der Mann für Russland spioniert haben. Der Mitarbeiter der mittleren Ebene sei kurz nach 8 Uhr morgens
an seinem ‍Arbeitsplatz vom militärischen Abschirmdienst festgenommen ‌und aus dem Gebäude geführt worden, berichtete das Portal unter Berufung auf Insider. Er werde derzeit verhört. Das Ministerium schloss dem Bericht zufolge ⁠weitere Festnahmen nicht aus. Eine Stellungnahme der russischen Botschaft in Warschau lag zunächst nicht vor. Polen ist eine ‍zentrale Drehscheibe für westliche Militärhilfen an ‌die benachbarte Ukraine. Die Regierung in Warschau sieht das Land deshalb verstärkt als Ziel russischer Spionage, Sabotage und Cyberangriffe. Die Regierung in ‍Moskau hat derartige Vorwürfe in der Vergangenheit ⁠stets zurückgewiesen.

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