Sassnitz auf Rügen: Winterwetter lässt Ostsee einfrieren

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Die Umgebung rund um den Leuchtturm Sassnitz sieht auf den ersten Blick aus wie ein vereistes Feld. Doch es ist die Ostsee, überzogen von einer dicken Eisschicht: ein spektakuläres Naturschauspiel, das an der Küste von Rügen zu beobachten ist. Kein Wasser schwappt wie sonst an den Kai, stattdessen erstreckt sich eine zugefrorene Fläche, so weit das Auge reicht.

Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) wurde in den Boddengewässern um Rügen eine zehn Zentimeter dicke Eisschicht gemessen. Frostige Temperaturen, die seit mehreren Tagen in Norddeutschland herrschen, haben das Meer vereist.

Eis sorgt auch in Hamburg für Fährausfälle

Auch im Hamburger Hafen behindert Eis den Verkehr der Fähren. Aufgestaute Eisschollen vor der Schleuse und dem Sperrwerk in Geesthacht sorgen dafür, dass der Pegel der Elbe im Hafen ungefähr zwei Meter niedriger als üblich ist. Das erklärte der Schiffsführer der Hadag-Fähre »Reeperbahn«, Fabian Klähn. Durch das Niedrigwasser können einige Anleger nicht bedient werden.

Mecklenburg-Vorpommern ist von dem Winterwetter besonders betroffen. Hier fühlen sich die ohnehin schon niedrigen Temperaturen zudem teils noch deutlich kälter an. Das liegt vor allem am Wind, wie Wetterexperte Stefan Kreibohm erklärt. Der Wind trage die Warmluftschicht um den Körper permanent ab – die Kälte gehe gefühlt fast »durch einen hindurch«, sagt Kreibohm. Das Ergebnis: Am Montag habe die gefühlte Temperatur teilweise bis zu minus 22 Grad betragen.

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