Rosenmontag: Jaques Tilly reagiert mit neuem Putin-Wagen auf Moskauer Prozess

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Um 11:11 Uhr ist es an diesem Montag so weit: Dann rollen zum Höhepunkt des Straßenkarnevals in Köln, Düsseldorf, Mainz und andernorts die Rosenmontagszüge durch die Stadt. Mit Spannung erwartet wird der Putin-Wagen des Düsseldorfer Karnevalswagenbauers Jacques Tilly.

In den Karnevalshochburgen Mainz und Köln verzichten die Organisatoren hingegen offenbar auf Putin-kritische Wagen - anders als in früheren Jahren. Das Festkomitee Kölner Karneval bestritt, dass es aus Angst vor Repressalien auf eine Auseinandersetzung mit Putin verzichte. Man habe sich in öffentlichen Statements mit Tilly solidarisiert, sagte Zugleiter Marc Michelske. In Mainz hieß es, Putin und der Krieg in der Ukraine seien in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Thema gewesen, und man wolle »eine gewisse Redundanz vermeiden«.

In Mainz soll an den elf Motivwagen unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) oder auch US-Präsident Donald Trump ihr Fett wegbekommen. Erwartet werden an Rosenmontag in Mainz rund 600.000 Besucherinnen und Besucher.

Dem WDR sagte Bildhauer Tilly, er habe als Reaktion auf den Prozess in Russland nicht besonders extreme Wagen machen wollen. »Wir werden jetzt nicht extra noch besonders hart sein, das ist auch albern, wir machen einfach gute politische Satire, so wie immer«, sagte der Wagenbauer. Der Rosenmontag sei für ihn »ein normaler, wenn auch sehr harter Arbeitstag und wir sind natürlich alle froh, wenn es vorbei ist«. »Nur dank dieses Prozesses ist nach Aschermittwoch diesmal nicht alles vorbei. Es geht natürlich weiter, leider.«

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