Verwechslung in Orlando Ärzte in Geburtsklinik pflanzen Frau fremden Embryo ein
Tiffany Score und Steven Mills lieben ihre Tochter Shea. Aber sie suchen die genetischen Eltern ihres Kindes und haben die Babywunschklinik verklagt, in der Shea zu Welt kam. Denn dort wurde Score der falsche Embryo eingesetzt.
03.02.2026, 11.09 Uhr
Tiffany Score und Steven Mills mit ihrer Tochter Shea
Foto:GoFundMe
Tiffany Score und Steven Mills suchen die genetischen Eltern ihrer Tochter Shea. Denn obwohl Score das Kind ausgetragen hat, ist sie nicht biologisch mit ihr verwandt. Grund dafür ist ein Fehler in einer Babywunschklinik in Orlando in Florida, die das Paar aufgesucht hatte, das berichtet der britische »Guardian« und beruft sich auf Gerichtsakten . Mittlerweile hat das Paar den Betreiber der Klinik in Orlando verklagt.
Anstatt eines Embryos aus dem Sperma ihres Mannes und einer ihrer Eizellen wurde Score offenbar ein fremder Embryo eingepflanzt. Den Fehler bemerkte das Paar kurz nach der Geburt ihres Kindes im vergangenen Dezember. Denn Shea gehört ganz offensichtlich einer anderen ethnischen Gruppe an als ihre Eltern. Genetische Tests bestätigten ihren Verdacht. Sie bewiesen, dass das Kind »keine genetische Verbindung zu einem der Kläger hatte«, so steht es in der Klage, die das Paar vor dem Bezirksgericht von Palm Beach eingereicht hat. Das Paar fordert eine finanzielle Entschädigung und ist nun an die Öffentlichkeit gegangen, um die biologischen Eltern ihrer Tochter zu finden.
Score schrieb in einem Facebook-Beitrag: »Wir sind zutiefst dankbar, dass wir Shea in unserem Leben haben und lieben sie unendlich, aber wir sind uns auch bewusst, dass wir die moralische Verpflichtung haben, ihre biologischen Eltern zu finden.« »Unsere Freude über ihre Geburt wird durch die erschütternde Tatsache getrübt, dass ihre genetischen Eltern – die wir noch nicht kennen – oder möglicherweise eine ganz andere Familie unseren genetischen Embryo erhalten haben könnten. Wir sind untröstlich, am Boden zerstört und verwirrt.«
In einem mittlerweile gelöschten Post reagierte die Klinik auf die Vorwürfe, das berichten US-Medien . Dort hieß es, man unterstütze eine der Patientinnen dabei, zu ermitteln, wie es zur Geburt eines Kindes kommen konnte, das genetisch nicht mit ihr verwandt sei.
In ihrem Post wandte sich die Mutter von Shea derweil an die Öffentlichkeit und bat um Mithilfe. Falls jemand irgendwelche Informationen über eine Familie habe, die auf der anderen Seite dieser Geschehnisse stehen könnte, solle er oder sie sich bitte bei ihr oder ihrem Mann melden.

vor 19 Stunden
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