Nikon präsentiert mit der Z5 II eine Vollformatkamera, die signifikante Leistungssteigerungen gegenüber dem Vorgängermodell aufweist. Der 24,5-Megapixel-Sensor, bekannt aus der Nikon Zf, wird von einem fünfachsigen Bildstabilisator unterstützt. Angetrieben wird die Kamera vom aktuellen Expeed-7-Bildprozessor, der auch in den höherpreisigen Modellen zum Einsatz kommt.
c't Fotografie Zoom In abonnieren
c't Fotografie Zoom In abonnieren
c't Fotografie Zoom In abonnieren
Ihr Newsletter mit exklusiven Foto-Tipps, spannenden News, Profi-Einblicken und Inspirationen – jeden Samstag neu.
E-Mail-Adresse
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Technische Verbesserungen für ambitionierte Fotografen
Der Bildstabilisator kompensiert laut Nikon bis zu 7,5 Blendenstufen in der Bildmitte und 6 Blendenstufen am Bildrand. Der Expeed-7-Bildprozessor ermöglicht eine deutlich höhere Serienbildrate von 14 Bildern pro Sekunde mit kontinuierlichem Autofokus im RAW-Format. Die Vorgängerin, die Z5, erreichte lediglich 4,5 Bilder pro Sekunde. Mit elektronischem Verschluss und JPEG-Format sind sogar 30 Bilder pro Sekunde möglich.
Der von der Z6III übernommene Autofokus arbeitet nach Angaben von Nikon 68 Prozent schneller als beim Vorgängermodell. Die Autofokuszeit beträgt 0,075 Sekunden, verglichen mit 0,206 Sekunden bei der Z5. Mit 299 Autofokusfeldern übertrifft die Z5 II die rund 80 Felder der Z5 deutlich. Der Autofokus soll zuverlässig bis zu einer Lichtstärke von -10 EV arbeiten und nur drei Prozent der Sensorfläche für die Objekterkennung benötigen.
Die Serienbildrate wurde erheblich gesteigert: Statt der 4,5 Bilder pro Sekunde wie bei der Z5 erreicht die Z5II nun 14 Bilder pro Sekunde im RAW-Format mit aktiviertem Autofokus. Mit elektronischem Verschluss und JPEG-Speicherung sind sogar 30 Bilder pro Sekunde realisierbar. Ein "Pre-Release-Shutter" kann zusätzlich eine Sekunde vor der eigentlichen Auslösung Bilder aufzeichnen – allerdings ausschließlich im JPEG-Format.
Video
Videografen bietet die Kamera 4K-Aufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde, pixelgenaue 60p im Crop-Modus und 120 Bildern pro Sekunde in Full HD. Bei der Produktvorstellung hat Nikon besonders die Fähigkeit hervorgehoben, als erste Kamera ihrer Klasse 12-Bit-N-Raw-Video direkt auf SD-Karten aufzuzeichnen.
In der Nikon Imaging Cloud lassen sich auf Knopfdruck Fotos bis zu 30 Tage speichern, Foto-Rezepte herunterladen und automatische Firmwareupdates aktivieren.
(Bild: Nikon)
Der elektronische Sucher bietet mit 3.000 Nits eine außergewöhnliche Helligkeit. Das 3,2 Zoll große Display ist vollständig dreh- und schwenkbar und löst mit 2,1 Millionen Pixeln auf. Eine Picture-Control-Taste auf der Kameraoberseite ermöglicht den schnellen Zugriff auf die Nikon Imaging Cloud, automatische Firmware-Updates und Foto-Rezepte.
Die Z5II ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet und verfügt über einen Gehäuserahmen aus einer Magnesiumlegierung. Zwei SD-Kartenfächer bieten flexible Speicheroptionen. Per USB-Verbindung lässt sich die Kamera zudem als Webcam verwenden. Zurab Kiknadze, Product Manager bei Nikon Europe, bezeichnet die Z5 II als "aufregendes und erschwingliches Vollformat-Upgrade", das einige der besten Technologien aus Nikons Profikameras in einem kompakten Gehäuse vereint.
Bei einem kurzen Hands-on überzeugte uns die Kamera mit ihrem sicheren Halt dank des griffigen Gehäuses. Nikon-Fotografen werden sich bei der Bedienung sofort zurechtfinden. Der helle Sucher ist neben den anderen Neuerungen eine deutliche Verbesserung zum Vorgängermodell.
Die Nikon Z5 II soll Ende April 2025 im Handel erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Gehäuse liegt bei 1.900 Euro. Im Kit mit dem Objektiv Z 24-50 mm kostet die Kamera 2.200 Euro, mit dem Z 24-70 mm 2.500 Euro und mit dem Z 24-200 mm VR 2.700 Euro.
(tho)