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Polizeieinsatz in Stade: Drei Personen wurden festgenommen
Foto:Ibrahim Ot / AFP
Im niedersächsischen Stade sind heute sechs Menschen durch Schüsse getötet worden. Zudem wurden weitere Personen verletzt, zum Teil schwer, teilte die Polizeidirektion Lüneburg mit. Die Schüsse fielen demnach in einer Jugendhilfeeinrichtung in der Innenstadt.
Drei Personen wurden in Gewahrsam genommen, unter ihnen soll sich der mutmaßliche Schütze befinden. Ursprünglich war von zwei Verdächtigen die Rede, einem Mann und einer Frau, beide älter als 21 Jahre, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg dem SPIEGEL.
Wir leben in Zeiten, in denen man sich bei solchen Nachrichten sofort fragt, ob das wieder ein Terroranschlag war, verübt von Rechtsextremisten, von Islamisten, von Frauenhassern – alles möglich, alles so ähnlich in der Vergangenheit passiert.
Nach allem, was wir bislang wissen, gibt es allerdings diesmal keinen extremistischen oder politischen Hintergrund. Nach SPIEGEL-Informationen soll es sich um eine »Beziehungstat« gehandelt haben, es gebe persönliche Bezüge in die Jugendeinrichtung.
Genau zwei Jahre ist es her, dass Ex-US-Präsident Joe Biden seinen Auftritt beim TV-Duell gegen Herausforderer Donald Trump dermaßen versemmelte, dass er einige Wochen später seine Kandidatur zurückzog. Seit dem Ende seiner Amtszeit meidet er die große Öffentlichkeit. Nun ist er zur Abwechslung aber doch einmal bei einer Benefizveranstaltung seiner Partei aufgetreten. Und hat zum Rundumschlag gegen seinen Nachfolger ausgeholt. »Es ist wirklich verblüffend. Er hat keinerlei Schamgefühl. Offen gesagt, es ist peinlich für das Land«, sagte Biden über Trump. Und weiter: »Was für ein Verlierer.« Trump habe dem Ansehen der USA in der Welt mehr geschadet als irgendein anderer Präsident vor ihm, so Biden. (Hier mehr dazu).
Biden kritisierte in seiner Rede auch die verschiedenen Bauprojekte, mit denen sich Trump in der US-Hauptstadt Washington, D.C., verewigen will, vom Ballsaal im Weißen Haus bis zum geplanten Triumphbogen, der mit seinen rund 76 Metern fast dreimal so hoch wie das Brandenburger Tor werden soll.
Trump redet so oft von irgendwelchen neuen Bauten, dass man leicht den Überblick verliert. Meine Kollegen Claus Hecking und Niklas Marienhagen haben deshalb die ganzen unterschiedlichen Bauvorhaben grafisch aufbereitet. Erst so begreift man, wie monumental Trump die US-Hauptstadt nach seinen Wünschen verändern will.
3. Wie viele Stellen sind’s denn nun?
Am Freitag war die Aufregung groß: Das manager magazin berichtete, VW stehe vor einem Stellenabbau von bis zu 100.000 Stellen weltweit. Das wären doppelt so viele Jobs, wie bisher in den verschiedenen Marken des VW-Konzerns vereinbart. VW hat die Pläne nicht dementiert.
Nun gibt es neue Details, die zwar nicht unbedingt für Beruhigung sorgen dürften. Aber offenbar sind die Pläne noch nicht ganz so konkret. Wie mein Kollege Alexander Demling schreibt, hat der Konzernvorstand dem VW-Betriebsrat zwar mitgeteilt, dass die bereits vereinbarten Stellenreduzierungen aus seiner Sicht nicht ausreichten. Konkrete Zahlen habe er dabei jedoch nicht genannt.
In einem internen Schreiben lässt der Betriebsrat durchscheinen, wie hart die Verhandlungen über Jobabbau und Werksschließungen werden könnten. Die Beschäftigungssicherung, die die VW-Arbeitnehmer im Dezember 2024 ausgehandelt hätten, gelte bis Ende 2030 und sei, anders als frühere Vereinbarungen, unkündbar.
»Der Vorstand kann nur mit Zustimmung der Arbeitnehmer weitere Stellen abbauen«, schreibt Alexander. »Und die erwarten einen Plan, der mehr als nur Sparen verspricht.«
Hier die Hintergründe: VW-Betriebsrat kennt keinen Plan, 100.000 Jobs zu streichen
Was heute sonst noch wichtig ist
Konzerne haben Tankrabatt nur zum Teil weitergegeben: Noch vor der Einführung des Tankrabatts standen die Ölkonzerne unter Verdacht, die Steuersenkung in die eigene Tasche zu stecken. Jetzt zeigt eine Studie: Die Diskrepanz ist deutlich.
Griechenland setzt Kopfgeld auf giftigen Kugelfisch aus: Der Hasenkopf-Kugelfisch wird in Griechenland zum Politikum: Immer wieder beißt er Fischer, zerstört ihre Netze und verdrängt heimische Arten. Nun zahlt die Regierung eine Prämie für jedes gefangene Kilo.
Mindestens 26 Männer und Jungen sterben bei Badeunfällen: Ein 84-Jähriger kam im Starnberger See ums Leben, in der Talsperre Pöhl wird nach zwei Männern gesucht, ein Vater konnte seinen Sohn in Oberfranken retten: Am Wochenende hat es zahlreiche Unglücksfälle an Gewässern gegeben.
Geruch verwesender Leichen breitet sich im Katastrophengebiet aus: Nach den Erdbeben in Venezuela läuft die Zeit für die Suche nach Überlebenden ab, die Kritik an Staatschefin Rodríguez wächst. Doch eine erfolgreiche Rettungsaktion macht den Helfern Hoffnung.
Meine Lieblingsgeschichte heute: Jetzt noch schnell zur Tanke
Preistafel einer Tankstelle in Siegen Mitte Juni: Steigen bald die Preise wieder?
Foto: Rene Traut / IMAGOWir haben am Samstagvormittag unser Auto vollgetankt. Keine 24 Stunden später waren die Preise für Diesel und Benzin schon wieder um mindestens 15 Cent pro Liter gestiegen. Morgen läuft der Tankrabatt aus, ab Mittwoch gilt wieder die reguläre Steuer auf Benzin und Diesel. Ob Tanken dann noch mal deutlich teurer wird, ob Sie deshalb vorher noch mal volltanken sollten und ob sich die Aktion überhaupt gelohnt hat, lesen Sie hier.
Was heute weniger wichtig ist
Prinzessin Kate beim Bergsteigen: »Leben jenseits der Diagnose erkunden«
Foto:@KensingtonRoyal / X
Ain’t no mountain high enough: Die britische Prinzessin Kate, 44, hat binnen 24 Stunden die drei höchsten Berge von England, Schottland und Wales bestiegen, um auf die Bedeutung eines »ganzheitlichen« Ansatzes in der Krebsbehandlung hinzuweisen. Kate war vor gut zwei Jahren an Krebs erkrankt, hat ihn nach eigenen Angaben vorerst besiegt. Auf Instagram erklärte sie, sie habe die »National Three Peaks Challenge« zur Unterstützung der Royal Marsden Cancer Charity angenommen. Dies sei für sie nicht nur eine körperliche Herausforderung gewesen, sondern eine Gelegenheit ,»das Leben jenseits der Diagnose zu erkunden und etwas zurückzugeben«.
Aus dem Onlinebuchungsformular eines Kinos in Rosenheim
Szene aus »Supergirl«
Foto: Parisa Taghizadeh / Warner Bros. Pictures / APDas WM-Spiel Deutschland gegen Paraguay beginnt erst um 22.30 Uhr. (Hier alles zu Fußball-WM.) Davor könnten Sie ins Kino und sich den Film »Supergirl« ansehen. Milly Alcock spielt darin die Cousine von Superman, die keine besonders große Lust hat, sich mit ihren übermenschlichen Kräften rumzuschlagen und deshalb lieber auf Planeten rumhängt, die von einer roten Sonne illuminiert werden. Dort fühlt sie sich wie ein normaler Mensch. Natürlich muss sie dann aber doch einen intergalaktischen Schurken jagen. »Supergirl« sei »ein Roadmovie, dessen Look an ›Star Wars‹, ›Das fünfte Element‹ und immer wieder an ›Mad Max‹-Filme erinnert«, schreibt mein Kollege Andreas Borcholte. Und die Hauptdarstellerin Alcock »eine Entdeckung als Alien-Göre«. (Hier die ganze Rezension .) Klingt nach einem großen Vergnügen.
Einen schönen Abend. Herzlich
Ihre Laura Backes, Autorin

vor 1 Stunde
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