Google plant offenbar einen radikalen Umbau der Betriebssysteme ChromeOS und Android, mit dem Ziel, ein neues Desktop-Betriebssystem zu erschaffen. Hierfür soll unter anderem die Android-Version des Chrome-Browsers Unterstützung für Erweiterungen erhalten.
Die beiden Betriebssysteme soll Google miteinander verweben, um eine potenziell bessere Alternative zu Windows und macOS zu entwickeln, als es ChromeOS derzeit ist. Ein Hinweis auf diese bislang nicht offiziell bestätigten Pläne ist eine durchgesickerte Version des Chrome-Android-Browsers mit Unterstützung für Erweiterungen. Letztere gibt es bisher nur in den Desktop-Versionen, etwa für Windows und macOS. Die neue Version ist explizit nicht für Smartphones oder Tablets bestimmt, heißt es.
Chrome-Browser für Android mit Erweiterungen
Wie Mishaal Rahman auf Android Authority berichtet, ist er an diese spezielle Android-Version des Chrome-Browsers gelangt. Er konnte mit ihr bekannte Chrome-Erweiterungen für Desktops wie Dark Reader, Keepa und uBlock Origin per Drag-and-Drop installieren, jedoch ließ der Browser nicht alle Erweiterungen zu. Ferner würden etwa noch die Unterstützung für das Öffnen von Seiten mit Erweiterungsoptionen als auch die Schaltfläche "Erweiterungen" in der Symbolleiste fehlen. Beide sind für viele Erweiterungen unerlässlich.
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Angeblich ist diese Chrome-Version für den Einsatz in künftigen Notebooks und Desktop-PCs auf Basis der noch in Entwicklung befindlichen neuen Plattform bestimmt. Der Entwicklungsstand der Chrome-Version deutet jedoch einen noch recht frühen Entwicklungsstand an.
Die entdeckte Chrome-Version mit der rudimentären Erweiterungen-Integration scheint der Dokumentation zufolge in etwa den aktuellen Entwicklungsstand abzubilden. Das könnte bedeuten, dass Google womöglich keine große Eile mit der Umsetzung hat.
Funktionsparität und Support für Zubehör
Laut einer Meldung vom Dezember 2024 will Google die besten Teile von ChromeOS und Android zusammenbringen, um nicht nur mit dem iPad konkurrieren zu können, sondern ein einheitliches Desktop-OS für Notebooks zu entwickeln. Ziel sei es ferner, Funktionsparität zwischen ChromeOS und Android zu erreichen.
Zu weiteren erwarteten Funktionen gehören dem Bericht zufolge die Unterstützung für Tastaturen, Mäuse und externe Monitore. Außerdem soll Android ein flexibleres Fenster-Management im Desktop-Modus erhalten. An diesem arbeitet Google schon und könnte bald in Android-Tablets einziehen.
(afl)