Nahost: IEA will wegen Iran-Kriegs Rekordmenge Ölreserven freigeben

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Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Iran bestätigt: Modschtaba Chamenei leicht verletzt 

Deutschland gibt wegen Iran-Kriegs Teil der Ölreserven frei 

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

Israel verlegt Truppen von Gaza an Grenze zu Libanon 

Kampfhandlungen in der Nacht

Alexandra Föderl-Schmid

IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei

Die 32 Mitgliedsstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA) gaben am Mittwoch einstimmig ihre Zustimmung zur Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl. Der Chef der in Paris ansässigen Organisation, Fatih Birol, erklärte in einer Pressekonferenz, dies sei die größte Menge, die jemals freigegeben wurde. 

Die IEA habe bisher fünf Mal Ölreserven freigegeben, zuletzt nach der russischen Invasion in der Ukraine 2022. Damals waren es 182 Millionen Barrel. Die Mitgliedsstaaten horten insgesamt 1,2 Milliarden Barrel Rohöl, teilte die Organisation mit. Außerdem halte die Industrie weitere 600 Millionen an staatlich verordneter Reserve vor. 

Nach Einschätzung von Experten könnte diese Menge für 124 Tage reichen, sollte gar kein Nachschub mehr aus der umkämpften Region im Nahen Osten kommen. Auch die Gruppe der führenden Industriestaaten, die G7, beriet am Mittwoch über die Freigabe von Ölreserven, auf Einladung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Paris führt derzeit den G-7-Vorsitz.

Julia Bergmann

Julia Bergmann

EU verhängt weitere Iran-Sanktionen

Die EU verhängt neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen in Iran. Betroffen seien 19 Vertreter und Einrichtungen der iranischen Führung, teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. Vertreter der Mitgliedstaaten hätten die Pläne gebilligt. Kallas erklärte, die EU wolle auch während des Krieges die Verantwortlichen für die Repressionen in Iran zur Rechenschaft ziehen. Zugleich mache man deutlich, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung beruhen könne.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Zahl der im Januar im Zuge der Massendemonstrationen von der iranischen Führung getöteten Menschen am Vormittag auf mehr als 17 000 beziffert. „Anfang des Jahres gingen Hunderttausende junge Iranerinnen und Iraner auf die Straße, um eine bessere Zukunft zu fordern“, sagte sie. Die Antwort auf diese Proteste sei brutale Repression gewesen.

Die EU-Sanktionen im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen in Iran umfassen unter anderem Reiseverbote für Einzelpersonen und das Verbot, denjenigen, gegen die Sanktionen verhängt wurden, Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Zudem müssen in der EU vorhandene Vermögenswerte von Einzelpersonen und Organisationen eingefroren werden. Zuletzt waren von den Sanktionen rund 250 Personen und 50 Einrichtungen betroffen. Darunter sind etwa die iranische Sittenpolizei, das Korps der Revolutionsgarden (IRGC) sowie mehrere Minister und Abgeordnete des Parlaments. 

Julia Bergmann

Iran bestätigt: Modschtaba Chamenei leicht verletzt 

Wie Iran bestätigt, ist der ​neue Oberste Führer Irans, Modschtaba Chamenei, bei gemeinsamen Angriffen Israels und der USA leicht verletzt ​worden. Er könne aber weiterhin seine Aufgaben wahrnehmen, sagte ein iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Weitere Angaben machte er nicht. 

Auch die New York Times berichtete von Verletzungen Chameneis und bezog sich dabei auf iranische Beamte. Diese seien in den letzten zwei Tagen von höheren Regierungsvertretern darüber informiert worden, dass Chamenei Verletzungen, unter anderem an den Beinen, erlitten habe, aber bei Bewusstsein sei und sich an einem hochsicheren Ort mit eingeschränkter Kommunikation aufhalte, hieß es von der New York Times

Der 56-Jährige war ​am Montag ​vom Expertenrat zum neuen politischen ‌und geistlichen Oberhaupt Irans gewählt ‌worden. Er folgte seinem Vater Ayatollah Ali Chamenei nach, der gleich zu Beginn des ​Krieges am 28. ​Februar getötet wurde. 

Julia Daniel

Deutschland gibt wegen Iran-Kriegs Teil der Ölreserven frei 

Deutschland wird sich ​an einer international koordinierten ⁠Freigabe von Erdöl und Öl-Produkten aus ​nationalen ​Reserven beteiligen, ‌um die Preisanstiege ‌an den internationalen ​Märkten ​seit Beginn ​des Iran-Kriegs zu dämpfen. Dies ‌kündigte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am ‌Mittwoch ‌in Berlin an. 

Julia Bergmann

Trump: Iran bei der WM "willkommen"

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Fifa-Präsidenten Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Fußball-Nationalmannschaft trotz des anhaltenden Krieges im Nahen Osten bei der WM im Sommer antreten darf. Iran sei „willkommen“, habe Trump betont, wie der Präsident des Weltverbands am Mittwoch berichtete.

Infantino berichtete von einem Gespräch mit Trump, bei dem auch die Lage in Iran Thema gewesen sei. „Während dieser Gespräche bekräftigte der US-Präsident, dass die iranische Mannschaft selbstverständlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen“, schrieb Infantino bei Instagram.

Irans Sportminister schließt eine Teilnahme seines Landes an der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA allerdings aus. In einem TV-Interview sagte Ahmad Donjamali: „Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.“ Auch der Verbandschef Mehdi Tadsch hatte sich ähnlich geäußert. 

Der Austausch zwischen Trump und Infantino fand vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Nahen Osten statt. Diese haben zunehmend Auswirkungen auf den internationalen Sport. Für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) sieht die Fifa bislang keine sportpolitischen Einschränkungen für die Teilnahme Irans vor.

Gianni Infantino - FIFA President on Instagram: "This evening, I met with the President of the 🇺🇸 United States, Donald J. Trump to discuss the status of preparations for the upcoming FIFA World Cup, and the growing excitement as we are set to kick off in just 93 days.   We also spoke about the current situation in Iran, and the fact that the Iranian team has qualified to participate in the FIFA World Cup 2026. During the discussions, President Trump reiterated that the Iranian team is, of course, welcome to compete in the tournament in the United States.   We all need an event like the FIFA World Cup to bring people together now more than ever, and I sincerely thank the President of the United States for his support, as it shows once again that Football Unites the World. ⚽️🌎🌍🌏❤️"

9,074 likes, 0 comments - gianni_infantino on March 10, 2026: "This evening, I met with the President of the 🇺🇸 United States, Donald J. Trump to discuss the status of preparations for the upcoming FIFA World Cup, and the growing excitement as we are set to kick off in just 93 days.   We also spoke about the current situation in Iran, and the fact that the Iranian team has qualified to participate in the FIFA World Cup 2026. During the discussions, President Trump reiterated that the Iranian team is, of course, welcome to compete in the tournament in the United States.   We all need an event like the FIFA World Cup to bring people together now more than ever, and I sincerely thank the President of the United States for his support, as it shows once again that Football Unites the World. ⚽️🌎🌍🌏❤️".

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Julia Bergmann

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

Bei israelischen Luftangriffen im Zentrum der libanesischen Hauptstadt Beirut sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter gegenüber Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.

Israels Armee teilte mit, sie habe erneut Ziele im Süden von Beirut beschossen. Ziel seien Kommandozentren der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Einrichtungen in dem Vorort Dahije in denen die Hisbollah Waffen lagerte, hieß es in einer Mitteilung.

Auch im Süden des Landes sowie in der östlichen Bekaa-Ebene gingen die Angriffe nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA weiter. In der Bekaa-Ebene wurden nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 18 weitere verletzt. Die Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe gestern Abend und in der Nacht mehrmals israelische Truppen im südlichen Libanon mit Raketen angegriffen. Das Militär hat nach eigenen Angaben auch Angriffswellen auf Iran gestartet. 

Julia Bergmann

Drei Schiffe in Straße von Hormus von Projektilen getroffen

In der Straße von Hormus sind nach Angaben der britischen Marine am Mittwoch drei Schiffe offenbar von Projektilen getroffen worden. Auf einem der Schiffe brach ein Feuer aus, woraufhin der Großteil der Besatzung in Sicherheit ​gebracht werden musste. Zwei Insidern zufolge wurde der unter thailändischer Flagge fahrende Massengutfrachter Mayuree Naree etwa elf Seemeilen nördlich von Oman getroffen und beschädigt. Zuvor war das ⁠unter japanischer Flagge fahrende Containerschiff One Majesty von einem unbekannten Projektil getroffen worden.

Der Vorfall ereignete sich 25 Seemeilen nordwestlich von Ras al-Chaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein drittes Schiff, der Massengutfrachter Star Gwyneth, wurde Sicherheitsfirmen zufolge ​etwa 50 ​Meilen nordwestlich von Dubai getroffen. Das unter der Flagge der Marshallinseln fahrende ‌Schiff sei am Rumpf beschädigt worden, teilt die auf maritime Risiken ‌spezialisierte Firma Vanguard mit. Die Besatzung sei unversehrt. 

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist seit den Luftangriffen der USA und Israels auf Iran nahezu zum Erliegen gekommen. Einige der größten Ölproduzenten am Golf mussten ihre Ölförderung drosseln, da sich die Lagertanks zunehmend füllen. 

Julia Bergmann

Israel verlegt Truppen von Gaza an Grenze zu Libanon 

Angesichts des fortwährenden Konflikts mit der libanesischen Hisbollah-Miliz verlegt die israelische Armee Truppen aus dem Gazastreifen an die Grenze zu Libanon. Nach einer Lagebewertung habe Generalstabschef Ejal Zamir die Verstärkung des Nordkommandos angeordnet. Die Golani-Brigade soll daher vom Süden in den Norden verlegt werden. In Libanon herrscht die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive Israels in dem Land.

Die israelische Armee gehe entschlossen gegen die Hisbollah vor, nachdem diese sich entschieden habe, Israel im Auftrag Irans gezielt anzugreifen, hieß es weiter in der Mitteilung. Die mit Teheran verbündete Hisbollah hatte vor rund einer Woche im Zuge des Iran-Kriegs neue Angriffe auf Israel gestartet.

Christoph Heinlein

Personal aus deutschem Konsulat in Erbil abgezogen

Deutschland zieht wegen des Iran-Kriegs nach dem Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad auch die Mitarbeiter des Generalkonsulats in Erbil ab. Das Personal sei aus der Stadt im Nordosten des Landes temporär verlegt worden, hieß es am Rande des Besuchs von Außenminister Johann Wadephul (CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad aus dem Auswärtigen Amt. Die Erreichbarkeit des Generalkonsulats sei weiterhin gewährleistet. 

Das Personal der Botschaft in Bagdad war am Montag außer Landes gebracht worden. Am Samstag hatte das Auswärtige Amt bereits die Mitarbeiter der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht. 

Julia Bergmann

Zwei weitere iranische Fußballspielerinnen nehmen Asylangebot an 

Zwei weitere Mitglieder des iranischen Frauenfußball-Nationalteams haben in Australien Asyl erhalten. Eine der beiden ist eine Spielerin, die andere eine Betreuerin. Mithilfe der australischen Bundespolizei wurden sie von der restlichen Gruppe getrennt und in Sicherheit gebracht, teilte die australische Regierung mit.

Polizei und Beamte der Einwanderungsbehörde hätten weder auf die beiden Frauen noch auf die anderen Teammitglieder Druck ausgeübt, sagte Innenminister Tony Burke am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Canberra. 

Australiens Ziel war es nicht, Menschen zu einer bestimmten Entscheidung zu zwingen; so eine Nation sind wir nicht.

„Als Australier sollten wir stolz darauf sein, so ein Land zu sein“, sagte Burke laut der auf der Webseite des Ministeriums im Wortlaut veröffentlichten Mitschrift der Pressekonferenz. Australien habe allen Frauen des Teams Asyl angeboten. Eine Reihe von ihnen habe nach Telefonaten mit ihren Familien in Iran ihre individuellen Entscheidungen getroffen. Mehdi Tadsch, der Präsident des iranischen Fußball-Verbandes, hatte davon gesprochen, dass in Australien Druck auf die Spielerinnen ausgeübt worden sei.

Die ersten fünf Spielerinnen hatten Asyl erhalten, nachdem sie sich beim Vorrundenspiel gegen Südkorea geweigert hatten, die Nationalhymne mitzusingen. Das wurde im iranischen Staatsfernsehen als „Verrat“ gewertet. Das iranische Team schied nach der Niederlage gegen Südkorea aus dem Turnier aus. Die übrige Mannschaft verließ Australien am späten Dienstagabend (Ortszeit) mit Zwischenstopp in Kuala Lumpur in Richtung Iran.

Wie Burke am Mittwoch weiter mitteilte, hat unterdessen eine der sieben Iranerinnen „ihre Meinung geändert“. Sie wolle nun doch die Heimreise antreten und sei dazu motiviert worden, „sich an die iranische Botschaft zu wenden“. 

Julia Bergmann

Irans Militärführung erklärt Banken zu legitimen Zielen 

Nach einem Luftangriff auf eine iranische Bank hat Irans Militärführung Vergeltung angedroht. Mit dieser „illegitimen und unüblichen Handlung im Krieg“ habe der Feind wirtschaftliche Zentren und Banken der USA und Israels selbst zum Ziel erklärt, berichtete der staatliche iranische Rundfunk unter Berufung auf die Militärführung.

„Die Amerikaner sollen auf unsere Gegenmaßnahme und unsere schmerzhafte Antwort warten“, hieß es in der Erklärung des zentralen Hauptquartiers „Chatam Al-Anbija“, das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. „Die Menschen in der Region sollen sich nicht im Umkreis von einem Kilometer um Banken aufhalten“, hieß es weiter.

Laut Staatsfernsehen kam es in der Nacht zu einem israelischen Angriff in der Hauptstadt Teheran auf eine Bankfiliale. Dabei seien mehrere Mitarbeiter ums Leben gekommen. 

Julia Bergmann

Kampfhandlungen in der Nacht

Die iranischen Streitkräfte haben Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen. In Israel wurden die Raketen entweder abgefangen oder sie trafen unbewohnte Gebiete, wie die Zeitung The Times of Israel berichtete. Die der iranischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim sprach von der heftigsten Angriffswelle seit Beginn des Krieges.

Bei der 37. Welle von Raketen seien Ziele in Beer Jaakov südöstlich von Tel Aviv attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Revolutionsgarde. Dabei seien ballistische Raketen mit Mehrfachsprengköpfen zum Einsatz gekommen. Außerdem seien US-Ziele in Erbil und Bahrain angegriffen worden. 

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, in verschiedenen Regionen des Landes seien sieben ballistische Raketen und sieben Drohnen abgefangen worden. In Kuwait wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier Drohnen abgefangen, eine weitere stürzte demnach in offenem Gelände ab. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.

Die israelischen Streitkräfte griffen derweil erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz in Libanon an. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden der Hauptstadt Beirut, teilte das Militär mit. Der Bezirk gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah. Zudem sei am Montag ein Drohnenteam im Westen Irans von der israelischen Luftwaffe „ausgeschaltet“ worden, kurz bevor es unbemannte Flugkörper in Richtung Israel abfeuern konnte. Das Militär wolle laut eigener Aussage iranische Infrastruktur für den Abschuss ballistischer Raketen zerstören und damit den Umfang der Angriffe auf israelisches Gebiet verringern. 

Macron beruft G-7-Krisengipfel zu Iran und Energiepreisen ein

Der ​französische Präsident Emmanuel Macron wird an diesem Mittwoch eine Telefonkonferenz der Gruppe der Sieben (G 7) einberufen, um über den Iran-Krieg und die steigenden ​Energiepreise zu beraten, wie sein Büro mitteilte.

Die Gespräche finden statt, während ⁠die G-7-Regierungen überlegen, wie sie auf den starken Anstieg der Ölpreise reagieren sollen, der durch den ​Krieg ausgelöst wurde. ‌Die G-7-Energieminister konnten sich am Dienstag ‌nicht auf eine Freigabe strategischer Ölreserven einigen. Stattdessen baten sie die Internationale Energieagentur (IEA), zunächst die ​Lage zu ​bewerten.

Die Ölpreise waren am Montag ​auf ein Fast-Vierjahreshoch gestiegen. Am Dienstag stürzten sie jedoch um elf Prozent ab, nachdem US-Präsident Donald Trump ‌vorhergesagt hatte, der Krieg im Nahen Osten könnte bald enden.

Die US-Regierung ‌prüft zudem Maßnahmen, ‌um den Ölfluss durch die Straße von ​Hormus aufrechtzuerhalten. Dazu gehören Marinebegleitschutz für Handelsschiffe und die Absicherung ​von Kriegsrisikoversicherungen für Tanker. Washington will damit Reedereien ‌beruhigen und weitere Störungen der globalen Energieversorgung verhindern.

Der G 7 gehören die USA, Kanada, Japan, Italien, Großbritannien, Deutschland und Frankreich an. Frankreich führt derzeit den Vorsitz der Gruppe.

Julia Daniel

Bericht: IEA plant größte Ölreserven-Freigabe ihrer Geschichte 

Die Internationale Energieagentur (IEA) erwägt die größte Freigabe von Ölreserven in ​ihrer Geschichte, um die wegen des ⁠US-israelischen Krieges mit Iran gestiegenen Rohölpreise zu ​senken. ​Die geplante Freigabe würde ‌die 182 Millionen ‌Barrel übertreffen, die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach Russlands ​Invasion der ​Ukraine auf den Markt ​brachten, berichtete das Wall Street Journal am Dienstag. ‌Deutschland ‌gehört zu den 31 ​IEA-Mitgliedstaaten, die strategische Ölreserven für Krisenfälle ​vorhalten. 

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