Australien hat nach dem Terroranschlag in Sydney härtere Regeln für den Besitz von Waffen und gegen Hassrede erlassen. Schusswaffen sollen zurückgekauft werden.
21. Januar 2026, 9:08 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AP, lgi
Nach dem Terroranschlag am Bondi Beach Mitte Dezember hat das australische Parlament neue Gesetze verabschiedet. "In Bondi hatten die Terroristen Hass im Herzen, aber Waffen in den Händen", sagte Premierminister Anthony Albanese. "Wir sagten, dass wir dieses Problem dringend und einheitlich angehen wollen – und wir haben gehandelt."
Die Gesetze schränken den Waffenbesitz ein und sehen ein staatlich finanziertes Rückkaufprogramm für Besitzer vor, die ihre Schusswaffen abgeben müssen. Die Gesetze gegen Hassrede sollen es ermöglichen, Gruppen zu verbieten, die nicht unter die australische Definition einer Terrororganisation fallen. Dazu gehört beispielsweise die islamistische Gruppe Hizb ut-Tahrir, die in einigen Ländern bereits verboten ist. Die Regierung hatte ursprünglich einen umfangreichen Gesetzentwurf geplant, teilte die Themen jedoch in zwei separate Vorhaben auf, die den Abgeordneten vorgelegt wurden.
Beide Entwürfe wurden zunächst vom Repräsentantenhaus verabschiedet und am späten Abend auch vom Senat angenommen.
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