Der Homo habilis war einer der ersten Vertreter der Gattung Homo und lebte vor rund 2,5 bis 1,4 Millionen Jahren. Viel ist nicht gesichert über die Art, weder über ihre Lebensweise, noch, wie sie mit anderen Menschenarten in Verbindung steht – einfach, weil es relativ wenig erhaltene Knochen von ihr gibt.
Nun hat ein Team von Paläoanthropologen das Skelett eines Homo habilis analysiert, von dem so viele Knochen erhalten sind wie noch bei keinem Fund zuvor, und die Ergebnisse in der Zeitschrift »The Anatomical Record « vorgestellt. Der Fund erlaubt einen ersten detaillierteren Blick auf das Leben dieser Frühmenschenart.
Demnach lebte das Individuum vor etwa 2,02 bis 2,06 Millionen Jahren. Gefunden wurden Schlüsselbeine, Schulterblattfragmente, beide Oberarmknochen, beide Unterarmknochen, Beckenknochenfragmente und ein Teil des Kreuzbeins. Zudem ist der Knochenfund mit einem nahezu vollständigen Unterkiefergebiss verbunden. Die Forscher konnten somit alle Knochen mit Sicherheit demselben Individuum und der Art Homo habilis zuordnen.
1,60 Meter groß, 31 Kilo schwer
Wie das an der Analyse beteiligte Institut Català de Paleontologia Miquel Crusafont (ICP) aus Spanien in einer Mitteilung erklärt , wurden erste Knochen des Skeletts bereits im Jahr 2012 in Kenia östlich des Turkanasees entdeckt, konnten zunächst allerdings nicht zugeordnet werden. Erst weitere Ausgrabungen und Analysen brachten Gewissheit.
Sie erzählen die Geschichte einer im Vergleich zu anderen Frühmenschenarten offenbar recht kleinen und leichten Art: So war der junge Erwachsene rund 1,60 Meter groß und wog lediglich rund 31 Kilogramm, das ist deutlich weniger Masse als sie etwa der ungefähr zu dieser Zeit auftauchende Homo erectus hatte, eine wesentlich weiterentwickelte Menschenart.

vor 2 Stunden
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