In Myanmar soll es nach dem verheerenden Erdbeben eine dreiwöchige Waffenruhe im Bürgerkrieg geben. Die Militärregierung kündigte an, dass sie von heute an bis zum 22. April gelten solle. Es gehe darum, die Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten zu erleichtern.
Am vergangenen Freitag hatte ein Beben der Stärke 7,7 Myanmar erschüttert . Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 2880 Menschen getötet. Die tatsächliche Opferzahl dürfte aber deutlich höher liegen.
Auch Rebellen lassen Waffen schweigen
Ziel der Waffenruhe sei es, »die Hilfe und den Wiederaufbau zu beschleunigen und Frieden und Stabilität zu erhalten«, erklärte die Militärregierung.
Ein Bündnis aus drei mächtigen Rebellengruppen hatte bereits am Vortag einseitig eine einmonatige Waffenruhe angekündigt, um die Katastrophenhilfe zu erleichtern. Die Militärregierung war daraufhin zunächst unnachgiebig geblieben: Seit dem Erdbeben gab es etliche Berichte über Luftangriffe der Regierungstruppen.
Wachsende Kritik an der Militärregierung
Die angekündigte Waffenruhe fällt in eine Zeit von mehreren Nachbeben. Laut der Nachrichtenagentur Reuters kam es etwa am Mittwochabend zu einem Beben der Stärke 5,6 nahe der Südküste von Myanmar.
In Myanmar wuchs zuletzt die Kritik an der Militärregierung, die das frühere Birma seit einem Putsch Anfang 2021 mit brutaler Härte regiert. Die Generäle sind in dem Vielvölkerstaat im Krieg mit der eigenen Bevölkerung und flogen Berichten zufolge wohl auch nach dem Erdbeben weiter Luftangriffe auf Widerstandsgruppen, bei denen Dutzende starben.