Leserbrief zum Berliner Winterdienst: Ökologisch und ökonomisch maximaler Unsinn

vor 1 Tag 1

Wie schön sind die Straßen vom Eise befreit, wie schön können wir Auto fahren dank Ute Bonde, die sich für die autofreundliche Stadt einsetzt! Sogar Salz will sie wieder mehr streuen, was scheren uns die Bäume!

Nur – wie kommen wir zum Auto? Und von dort zum Büro oder Geschäft? Zu Fuß! Das ist derzeit eine abenteuerliche Schlidderpartie auf vereisten Bürgersteigen, aber die eisfrei zu halten sei Aufgabe der Eigentümer, sagt die Regierung.

Und weil jeder Eigentümer einen anderen Winterdienst beauftragt, laufen wir eine Strecke auf Split, dann Sand, dann Glatteis. Wegen der Unberechenbarkeit und nachts schlechter Sicht ist dieser Parcours gefährlicher als nur Glatteis.

Was die Firmen nicht räumen, fahren sie fest, weil verschiedene Firmen in der gleichen Straße unterwegs sind und nur vor ihrem Grundstück die Bürsten absenken, der eine vor Grundstück 7, 12 und 21, der nächste vor 8 und 14 und wieder einer vor 10, 18-20 und so weiter: ökologisch und ökonomisch maximaler Unsinn.

Eine Regierung, die ihre Aufgabe, den Bürger zu schützen ernst nimmt, könnte aufkommensneutral eine Winterdienstgebühr von den Eigentümern erheben, die Winterdienst-Firmen weiter beauftragen und den Streckenplan ökologisch und ökonomisch optimieren, was zwangsläufig zu einem qualitativ besseren Ergebnis führt. Wäre doch mal ein schönes, attraktives und bezahlbares Wahlgeschenk, lieber Herr Bürgermeister. Friedel Hartmann

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