Künstliche Intelligenz: Amazon-Manager schließt Rechenzentren im All vorerst aus

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»Einfach ​nicht wirtschaftlich« Amazon-Manager schließt Rechenzentren im All vorerst aus

Rechenzentren brauchen viel Platz und Energie. Eine Verlagerung ins All gilt als mögliche Lösung. Doch ein Amazon-Manager sieht aktuell gleich mehrere Probleme.

04.02.2026, 08.45 Uhr

Amazon-Rechenzentrum in den USA

Amazon-Rechenzentrum in den USA

Foto: Getty Images

Künstliche Intelligenz (KI) gilt als die Schlüsseltechnologie der Zukunft. Doch dafür braucht es enorme Rechenleistung. Und die dazugehörigen Rechenzentren wiederum benötigen Platz.

Als ein Standort dafür wird auch das Weltall gehandelt. Elon Musk ist neben anderen an solchen Plänen beteiligt.

Der Chef von Amazons Cloud-Sparte AWS, Matt Garman, hält Rechenzentren ‌im Weltraum allerdings für wirtschaftlich unrealistisch. Auf dem »Cisco AI Summit« in San Francisco sagte Garman, die Schwierigkeiten beim Transport von Servern und anderer Ausrüstung in eine Umlaufbahn machten die Umsetzung extrem schwierig.

 Skeptisch gegenüber Weltraum-Visionen

Amazon-Manager Matt Garman: Skeptisch gegenüber Weltraum-Visionen

Foto: Noah Berger / AWS / picture alliance

»Es gibt noch nicht genug Raketen, um eine ‌Million Satelliten zu starten, also sind wir davon noch ziemlich ⁠weit entfernt«, ‍erklärte er. Die Kosten, um eine Nutzlast ins All zu bringen, seien heute immens. »Es ist einfach ​nicht wirtschaftlich«, sagte er.

Der explosionsartige Zuwachs ‌bei Künstlicher ⁠Intelligenz erfordert riesige Mengen an Rechenleistung und Kühlung und bringt die Kapazitäten von landgestützten Rechenzentren an ihre Grenzen. Eine Reihe von Start-ups ⁠sowie die von Amazon-Gründer Jeff Bezos gegründete Raketenfirma Blue Origin arbeiten an Konzepten für Rechenzentren im All.

Auch ‌die Fusion von ‍Elon Musks SpaceX und xAI soll Rechenzentren im Weltraum ermöglichen. ‍Die Google-Mutter Alphabet kündigte im November mit »Project Suncatcher« ein eigenes Projekt für ‍ein orbitales Rechenzentrum an.

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