Krieg in der Ukraine: Was Moskaus „Revanchismus“-Vorwurf an Deutschland bedeutet

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3. Februar 2026, 15:51 Uhr

Lesezeit: 3 Min.

 Russlands Außenminister Sergej Lawrow.
Propagandist für Putin – und immer wieder gegen Deutschland: Russlands Außenminister Sergej Lawrow. (Foto: Alexander Zemlianichenko/AP)

Das russische Außenministerium hält Deutschland vor, es wolle Hitlers Niederlage rückgängig machen. In Berlin reagiert man empört auf die „bizarren“ Anwürfe – und will sich nicht beirren lassen.

Von Daniel Brössler, Berlin

Für die besorgniserregende Mitteilung, die der russische Außenminister zu machen hatte, war die Weltbühne gerade groß genug. In Deutschland ließen sich „unverhohlene Zeichen einer Wiedergeburt des Nazismus“ beobachten, verkündete Sergej Lawrow im vergangenen September am Rande der UN-Generalversammlung in New York. Zum Beweis führte der Russe allerdings weder Statistiken rechtsradikaler Gewaltverbrechen in Deutschland an noch die Wahlergebnisse bestimmter Parteien. Stattdessen: die „militaristische Rhetorik“ von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)  und dessen „überaus gefährliches Verhalten“. Merz habe angekündigt, Deutschland wieder zur „größten Militärmaschine Europas“ zu machen. Deutschland verfolge heute „wahrscheinlich“ das gleiche Ziel wie Adolf Hitler.

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