Knapper Sieg bei Atletico: Barca erzwingt Clasico-Finale gegen Real

vor 1 Tag 1

Der FC Barcelona hat in der Copa del Rey in einem umkämpften Spiel knapp mit 1:0 bei Atletico Madrid gewonnen und ist dadurch ins Finale eingezogen. Dort kommt es zum Clasico gegen Real Madrid.

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Die Wegbereiter des Finaleinzugs: Lamine Yamal (li.) und Ferran Torres sorgte für das entscheidende 1:0. IMAGO/ZUMA Press Wire

Beide Trainer nahmen im Vergleich zu den Ligaspielen am Wochenende fünf Wechsel in ihren Mannschaften vor. Dabei stach jeweils ein Wechsel besonders ins Auge: Bei Atletico stand Musso anstelle von Stammkeeper Oblak im Tor. Bei Barca bekam Ferran Torres im Sturmzentrum den Vorzug vor Lewandowski.

Atletico im Glück: Keine Rote Karte für Azpilicueta

Die Partie ging unterhaltsam los. Beide Mannschaften spielten munter in die Offensive und es ergab sich bereits in der 2. Minute die erste gefährliche Aktion: Lamine Yamal legte von der Grundlinie quer, aber Gimenez konnte noch klären. Nur vier Minuten später gab es dann einen ersten großen Aufreger: Azpilicueta bekam die Gelbe Karte für ein Foul im Mittelfeld, bei dem er Raphinha mit den Stollen an der Wade getroffen hatte. Schiedsrichter Munuera Montero schaute sich die Szene nochmal am Bildschirm an, gab dem Spanier aber letztlich keine Rote Karte.

Genialer Steckpass von Lamine Yamal

In der Folge beschäftigten sich die Atletico-Spieler immer mehr mit dem Schiedsrichter, der die Gelben Karten sehr locker sitzen hatte. Barca hingegen übernahm die Spielkontrolle. Lamine Yamal (12.) und Koundé (21.) näherten sich dem Tor an und in der 27. Minute hatte Ersterer dann einen Geistesblitz: Er spielte einen genialen Steckpass in den Lauf von Ferran Torres, der aus kurzer Distanz zum 1:0 verwandelte.

Nach dem Treffer waren die Gäste weiterhin überlegen. Nur drei Minuten später hatte Lamine Yamal eine weitere Chance und kurz vor der Pause hätte Raphinha auf 2:0 stellen können (39.), er scheiterte aber an Musso. Nach den ersten 45 Minuten konnten die Madrilenen froh sein, nur mit einem Tor hinten zu liegen.

Sörloth belebt das Spiel, nutzt aber die Chancen nicht

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wechselte Diego Simeone dreifach, was aufgrund des schwachen Auftritts seiner Mannschaft in Hälfte eins auch nicht überraschend war. Besonders Sörloth, der fortan neben Alvarez und Griezmann in der Offensive agierte, belebte das Spiel des Heimteams. Bereits in der 52. Minute hätte der Norweger zum Ausgleich treffen können, zielte freistehend vor Szczesny aber zu ungenau und traf nur das Außennetz. Barca hatte vier Minuten später nochmal eine Chance durch Ferran Torres, aber diese Phase gehörte klar den Madrilenen, die auf den Ausgleich drückten.

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Doch dann flachte die Partie wieder etwas ab. Barcelona hatte die erste Druckphase überstanden und es wurde ziemlich zerfahren. Und dann war plötzlich der Ball im Tor: Wieder war Sörloth durch einen Steckpass frei durch, aber diesmal blieb er vor dem Tor cool und schob die Kugel an Szczesny vorbei (69.). Jedoch stand der Stürmer vorher knapp im Abseits, deshalb zählte der Treffer nicht. Das war die letzte gute Chance für Atletico. Danach brachte Barcelona die Führung durch mit viel Ballbesitz souverän über die Zeit.

El Clasico im Finale

Der Sieg für die Katalanen geht in Ordnung, weil Atletico gegen Ende des Spiels einfach keine Gefahr mehr erzeugen konnte. Die Madrilenen werden sich aber ärgern, dass sie ihre Chancen in Durchgang zwei nicht genutzt haben. Im Finale trifft Barca am 26. April auf Real Madrid. In der Liga geht es für die Mannschaft von Hansi Flick aber erstmal am Samstag um 21 Uhr zu Hause gegen Betis Sevilla weiter. Atletico ist am Sonntag um 16.15 Uhr beim FC Sevilla gefordert.

Moritz Löhn

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