Klöckner hinterfragt ARD und ZDF: „Manchmal sind Bundestagsdebatten wichtiger als Sendung aus der Konserve“

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In der Debatte über eine angeblich einseitige Berichterstattung öffentlich-rechtlicher Sender hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) mehr Selbstkritik gefordert.

Sie verteidige den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, sagte Klöckner der „Bild am Sonntag“, „aber er muss sich auch Fragen stellen lassen. Nach der Effizienz, der Neutralität, der Ausgewogenheit.“

Schwierig werde es dann, „wenn die veröffentlichte Meinung sich immer mehr von der öffentlichen Meinung verabschiedet“, betonte die CDU-Politikerin. „Da muss es dann auch eine selbstreflektierende Korrektur geben.“

Manchmal sind Bundestagsdebatten von der Relevanz her wichtiger als manche Sendung aus der Konserve.

Julia Klöckne

In einer Demokratie gebe es keine Institution, die frei sein kann von Kritik und von Reformbemühungen, fügte Klöckner hinzu. Sie wünscht sich von ARD und ZDF zudem eine häufigere Übertragung von Bundestagsdebatten – „nicht nur zu den Zeiten, in denen man vielleicht eine Lücke füllen kann“, sagte sie der „Bild am Sonntag“.

Sie ergänzte: „Manchmal sind Bundestagsdebatten von der Relevanz her für die Bevölkerung wichtiger als manche Sendung aus der Konserve.“ (AFP)

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