Der iranische Präsident Massud Peseschkian dringt auf "faire und gleichberechtigte Verhandlungen" mit den USA. Ein bilaterales Treffen könnte am Freitag stattfinden.
Aktualisiert am 3. Februar 2026, 7:26 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, AP, akm
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat seinen Außenminister Abbas Araghtschi angewiesen, "faire und gleichberechtigte Verhandlungen" mit den USA zu führen. Voraussetzung dafür sei, dass es ein passendes Umfeld gebe, also keine Drohungen und keine unrealistischen Forderungen, schrieb er auf X. Die Verhandlungen müssten von "den Prinzipien der Würde, Umsicht und Zweckmäßigkeit" geleitet sein.
Angesichts der Spannungen zwischen dem Iran und den USA werden sich Vertreter beider Seiten nach Angaben eines arabischen Vertreters vermutlich am Freitag in der Türkei treffen. Dieses Treffen sei "nach Vermittlungen durch Ägypten, Katar, die Türkei und den Oman vereinbart worden", sagte der Vertreter der Nachrichtenagentur AFP. Offiziell bestätigt worden ist das Treffen bislang nicht.
US-Präsident Donald Trump kündigte derweil an, sein weiteres Vorgehen vom Ausgang von Gesprächen mit dem Iran abhängig machen. "Wir führen Gespräche mit dem Iran, mal sehen, wie sich alles entwickelt", sagte er. Auf die Frage, an welchem Punkt er ein militärisches Vorgehen gegen den Iran für gerechtfertigt halte, ging er nicht ein.
Trump fordert neue Verhandlungen über das Atomprogramm
"Ich würde gerne sehen, dass ein Abkommen ausgehandelt wird", sagte Trump. "Im Moment reden wir mit ihnen, wir reden mit dem Iran, und wenn wir etwas vereinbaren könnten, wäre das großartig. Und wenn nicht, würden wahrscheinlich schlimme Dinge passieren."
Trump hat der Führung in Teheran wiederholt mit Militärschlägen gedroht und dabei auch auf das blutige Vorgehen der Behörden im Iran gegen Demonstrierende verwiesen. Zugleich drängt er Peseschkian zu neuen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm.
Die Proteste zum Jahresende 2025 hatten sich zunächst an der schlechten Wirtschaftslage im Iran entzündet, richteten sich dann aber gegen die Machthabenden. Iranische Sicherheitskräfte waren mit großer Härte gegen Demonstrierende vorgegangen. Die in den USA angesiedelte Menschenrechtsorganisation Hrana konnte nach eigenen Angaben mehr als 6.700 Tote bestätigen, darunter 137 Kinder. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Opfer noch höher liegt. Weitere 49.930 Personen wurden festgenommen.

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