Friedensappell: Papst Leo XIV. verurteilt jede Form der Kriegstreiberei

vor 2 Stunden 2

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

Laut Leo XIV. wird die Welt »von einer Handvoll Tyrannen zerstört«. Konkrete Personen nannte der Papst vor dem Hintergrund eines Streits mit der US-Regierung nicht.

16. April 2026, 19:47 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa,

 Papst Leo XIV. kritisiert Zerstörungen durch die Politik aggressiver Regierungen.
Papst Leo XIV. kritisiert Zerstörungen durch die Politik aggressiver Regierungen. © Alberto Pizzoli/​AFP/​Getty Images

Papst Leo XIV. hat angesichts laufender Kriege und weiterer gewaltvoller Konflikte weltweit jede Form von Kriegstreiberei verurteilt. »Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannen zerstört und von Myriaden solidarischer Brüder und Schwestern aufrechterhalten«, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirchen während seiner Afrika-Reise bei einem Besuch in Kamerun.

Der Papst verwies auf jahrzehntelang anhaltende Folgen von gewaltsamen Konflikten: »Die Kriegsherren tun so, als ob sie nicht wüssten, dass ein Augenblick genügt, um zu zerstören, dass aber oft ein ganzes Leben nicht ausreicht, um wiederaufzubauen«, sagte er. Für Tod und Verwüstung würden »Milliarden Dollar verbraucht«.

Konkreter wurde der Papst bei seinem Appell nicht und führte nicht aus, welche Länder oder Politiker er mit dieser Aussage meint. Die Aussagen fallen jedoch vor dem Hintergrund eines Streits zwischen dem Oberhaupt der katholischen Kirche und der US-Regierung. Zuletzt war der Papst, nachdem er vermehrt zu Frieden aufgerufen hatte, von US-Präsident Donald Trump hart kritisiert worden. Leo XIV., der erste US-Amerikaner als Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken, machte jedoch deutlich, dass er sich aus dem Weißen Haus nicht einschüchtern lassen wolle. 

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

Gesamten Artikel lesen