Fenerbahçe Istanbul: José Mourinho greift gegnerischen Coach ins Gesicht

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José Mourinho sorgt für Aufregung im türkischen Pokal Der Nasengriff von Istanbul

Es gibt schlechte Verlierer und es gibt José Mourinho: Nach dem Pokal-Aus seines Teams hat der Trainer von Fenerbahçe dem gegnerischen Coach ins Gesicht gegriffen. Dieser ging zu Boden, die Aufregung ist groß.

03.04.2025, 00.08 Uhr

Vorne José Mourinho, dahinter Trubel

Vorne José Mourinho, dahinter Trubel

Foto: Umit Bektas / REUTERS

Startrainer José Mourinho hat nach dem Viertelfinalaus seines Klubs Fenerbahçe im türkischen Pokal für einen Eklat gesorgt. Der 62-jährige Portugiese fasste dem gegnerischen Coach Okan Buruk von Galatasaray nach der 1:2-Niederlage ins Gesicht, wie auf Videos in sozialen Medien zu sehen ist. Okan, dem Mourinho dabei offenbar in die Nase kniff, ging recht theatralisch zu Boden und hielt sich das Gesicht.

Anschließend eilten mehrere Sicherheitskräfte herbei, um die Situation zu schlichten. Okan wollte mit seinem Team den Sieg nach einem besonders hitzigen Istanbuler Stadtderby feiern. Am Ende hatte es allein 15 Minuten Nachspielzeit gegeben. Bei einer Rudelbildung vor den Ersatzbänken hatte es kurz vor Schluss auch eine Rudelbildung und ein Handgemenge gegeben. Schiedsrichter Cihan Aydin zeigte daraufhin gleich drei Spielern die Rote Karte. Zwei davon hatten die gesamte Spieldauer auf der Bank gesessen.

Mourinho, verdeckt von Galatasaray-Trainer Bulut

Mourinho, verdeckt von Galatasaray-Trainer Bulut

Foto: Ahmad Mora / Getty Images

Zuvor hatte Starstürmer Victor Osimhen Galatasaray mit zwei Toren zum Sieg geschossen (10., 27. Minute), Sebastian Szymański traf für Fenerbahçe (45.+1). Mourinhos Team vergab im heimischen Stadion damit eine weitere Chance auf einen Titel. Im vergangenen Monat war Mourinho mit seinem Team schon im Achtelfinale der Europa League ausgeschieden. In der türkischen Liga hat Fener als Zweiter bei einem Spiel weniger derzeit sechs Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Galatasaray.

Erst im Februar war Mourinho vom türkischen Fußball-Verband (TFF) für vier Spiele gesperrt worden, auch da war ein Duell mit Galatasaray der Anlass. Der Klub hatte im Anschluss an das 0:0 in der Liga bei Fenerbahçe Rassismus-Vorwürfe gegen Mourinho erhoben. Nach dem Liga-Derby hatte Mourinho gesagt, dass die gegnerischen Ersatzspieler nach einer strittigen Situation »wie Affen« herumgesprungen seien.

Mourinhos Klub Fenerbahçe wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Kommentare seien »absichtlich völlig aus dem Zusammenhang gerissen und in irreführender Weise verzerrt worden«. Mourinho und der Klub kündigten daraufhin an, Galatasaray auf »moralischen Schadensersatz« zu verklagen.

Die Sperre gegen Mourinho wurde später auf zwei Spiele verringert, auch die Geldstrafe wurde von zunächst 42.000 Euro auf 14.500 Euro reduziert.

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