Epstein-Akten: Durchsuchungen in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Ex-Minister Lang

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Der ehemalige französische Kulturminister Jack Lang soll finanzielle Verbindungen zu Jeffrey Epstein gehabt haben. Ermittler haben deshalb mehrere Gebäude durchsucht.

16. Februar 2026, 16:32 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP,

 Jack Lang weist die Vorwürfe zurück.
Jack Lang weist die Vorwürfe zurück. © harlotte Siemon/​AFP/​Getty Images

Französische Ermittler haben im Zuge der Ermittlungen gegen den ehemaligen Kulturminister Jack Lang mehrere Gebäude durchsucht.  Unter anderem wurde das Pariser Kulturinstitut Institut du Monde Arabe (IMA) durchsucht, als dessen Präsident Lang nach Start der Ermittlungen zurückgetreten war, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Gegen Lang (86) und seine Tochter Caroline Lang wird wegen des Verdachts auf Geldwäsche und schweren Steuerbetrug ermittelt.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die Namen der beiden in den Dokumenten auftauchen, die von der US-Justiz im Rahmen der Affäre um den US-Multimillionär und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht wurden. Die Ermittlungen betreffen nach Angaben der Staatsanwaltschaft mutmaßliche finanzielle Verbindungen der beiden zu Epstein. Dabei soll es nach Medienberichten um eine von Epstein gegründete Gesellschaft mit Sitz in einem Steuerparadies gehen, an der Caroline Lang die Hälfte der Anteile gehalten haben soll.

Jack Lang nach eigenen Angaben "vollkommen gelassen"

Jack Lang weist die Vorwürfe zurück. Der Nachrichtenagentur AFP sagte er, dass er "vollkommen gelassen" sei und nichts zu verbergen habe. Die Durchsuchungen in dem renommierten Kulturinstitut IMA fanden während einer Zeremonie statt, bei der sich Lang von seinen ehemaligen Mitarbeitern verabschiedete.

Der Sozialist Lang war in den 1980er und 1990er Jahren Minister unter dem damaligen Präsidenten François Mitterrand. Unter anderem brachte er die bekannte Fête de la Musique auf den Weg, die inzwischen weltweit am 21. Juni gefeiert wird. Seit 2013 stand Lang an der Spitze des IMA.

Seit der Veröffentlichung von drei Millionen Dokumenten aus den Epstein-Akten im Januar geraten weltweit immer mehr Politiker und Prominente unter Druck, die in den Dokumenten zitiert sind. Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte Epstein soll mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben. Eine Erwähnung in den Akten bedeutet noch keine Verwicklung in Epsteins Affären oder gar strafrechtlich relevantes Verhalten

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