Epstein-Akten: Bill Gates erklärt, es sei »dumm« gewesen, Zeit mit Jeffrey Epstein zu verbringen

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Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat seine Treffen mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als »Fehler» bezeichnet. »Es war dumm von mir, Zeit mit ihm zu verbringen«, sagte er in einem Interview mit dem australischen Sender 9News. »Ich war einer von vielen, die es bereuen, ihn jemals kennengelernt zu haben.«

In Akten, die das US-Justizministerium jüngst veröffentlicht hat, findet sich auch ein E-Mail-Entwurf aus dem Jahr 2013, der im Konto Epsteins gespeichert war und sich offenbar an Bill Gates richtet. Der Entwurf thematisiert Spannungen zwischen Gates und seiner damaligen Ehefrau Melinda sowie gescheiterte Geschäftsbeziehungen.

Zudem enthält der Mailentwurf (hier  im Original) unbelegte Vorwürfe persönlicher Natur – darunter den Hinweis, Bill Gates habe Epstein gebeten, E-Mails zu löschen, die sich auf eine mögliche Geschlechtskrankheit sowie intime Details bezogen hätten. Belege dafür gibt es nicht. Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten.

Wie Gates seine Treffen mit Epstein begründet

Die Frage, ob die Vorwürfe wahr seien, verneinte Gates nun in dem Interview . Epstein habe offenbar eine E-Mail an sich selbst geschrieben, die nie verschickt worden sei. Er wisse nicht, was sich Epstein dabei gedacht habe, sagte Gates – und warf dabei die Frage auf, ob Epstein versucht habe, ihm zu schaden.

Er bereue jede Minute, die er mit Epstein verbracht habe und entschuldige sich dafür, sagte Gates. Auf der Privatinsel des Unternehmers, die Zentrum des Missbrauchsrings gewesen sein soll, sei er nie gewesen. Er habe nie irgendwelche Frauen getroffen, betonte der Microsoft-Mitgründer.

Gates hat Epstein nach eigenen Angaben mehrmals zum Abendessen getroffen. Er begründete das damit, dass Epstein viele wohlhabende Leute kannte und gesagt habe, er könne diese dazu bewegen, Geld für die Gesundheitsversorgung weltweit zu spenden. Ähnlich hatte Gates seine Treffen mit Epstein bereits vor Jahren begründet.

Nur kurz vor Gates’ Interview hatte sich seine Ex-Frau Melinda über die Verwicklungen des Softwaremilliardärs in den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten geäußert. Sie fühle angesichts der neuesten Publikationen eine »unglaubliche Traurigkeit«, sagte sie in dem Podcast des US-Senderzusammenschlusses NPR. Sie müsse an das denken, was den jungen Frauen geschehen sei, und fühle sich zugleich an »sehr schmerzhafte Zeiten« aus ihrer eigenen Ehe erinnert (mehr dazu hier).

Der Multimillionär Epstein hatte jahrelang einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. 2019 starb Epstein im Gefängnis, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können.

Elon Musk, Bill Gates, Howard Lutnick, Ex-Prinz Andrew – und immer wieder Donald Trump: Die Epstein-Akten fördern bislang unbekannte Verbindungen zum Sexualstraftäter ans Licht. Mehr über die jüngsten Enthüllungen lesen Sie hier .

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